Spielhallenverbot rund um den Bahnhof
03.02.2012 | 18:14 Uhr 2012-02-03T18:14:00+0100
Hagen.Es ist nicht nur die Trinker- und Drogenszene rund um den Hagener Hauptbahnhof, die der Politik, der Stadtverwaltung, den Geschäfts- und Gewerbetreibenden und nicht zuletzt den Passanten Sorgen bereitet. Jetzt sind auch die Vergnügungsstätten in Form von Spielhallen und Wettbüros ins Visier geraten.
Für den zuständigen Fachbereich (Stadtentwicklung, Planung und Bauordnung) ist bereits eine kritische Belastungsgrenze erreicht. Denn von Vergnügungsstätten können, so die Experten in einer Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss, gravierende städtebauliche Probleme ausgehen. Das bemängelt auch der Arbeitskreis Einzelhandel: „Bedenklich ist, dass mit einer neuen Antragsflut die Situation insbesondere des Einzelhandels verschlechtert wird.“ Es werde ein Verdrängungsprozess in Gang gesetzt, weil mit Spielhallen höhere Boden- und Mietpreise erzielt werden könnten. Gerade im Bahnhofsviertel zeige sich ein deutlicher Abwärtstrend. Neben der hohen Dichte an Spielhallen und Wettbüros werde die Geschäftsstruktur von Fast-Foot-Imbissen, 1-Euro-Läden und einem sichtbaren Leerstand geprägt. Traditionelle Dienstleistungs- und Einzelhandelsgeschäfte, die einen stabilisierenden Charakter auf ein Quartier besitzen, kämen so gut wie nicht mehr vor. „Hier hat sich eine kritische Belastungsgrenze ergeben, so dass eine ungehinderte Ausbreitung von Automatenspielhallen und Wettbüros unterbunden werden sollte“, empfiehlt die Verwaltung den Ausschussmitgliedern und bietet mit der Änderung des Bebauungsplans auch gleich ein Instrument dafür an. Dieses Instrument, dass die Einrichtung weiterer Vergnügungsstätten vor und hinter dem Bahnhof, unterhalb der Altenhagener Brücke bis hin zur Kreuzung Körnerstraße/Hindenburgstraße verbietet, soll schnellstmöglich greifen. Daher ist eine frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung nicht vorgesehen. Eingeschlossen in den Änderungsbereich wurde zudem auch der Straßenzug rund um das erst kürzlich wieder neu eröffnete Schwenke-Zentrum. So wird auch der untere Teil der Elberfelder Straße nach wie vor als strukturschwach eingestuft. Daher sollen auch dort mögliche Verdrängungstendenzen, die das Niveau weiterhin abwerden könnten, unterbunden werden. Letztendlich wird der Rat das Verfahren am 9. Februar auf den Weg bringen.
10:21
Oha. Da unternimmt die Verwaltung endlich etwas und was passiert? Die Forennörgler, denen die Verwaltung auch überhaupt nichts recht machen kann, schlagen zusammen zu!
10:20
Es ist ja schön und gut, dass man jetzt die Spielhallen im Bahnhofsviertel verbieten will. Man sollte hier aber das ganze Stadtgebiet mit einbeziehen. Sollte dies nicht geschehen, so werden sich die Spielhallen an anderen Ecken der Stadt ansiedeln.
09:53
Also ich möchte ja nicht wissen, wie jemand darüber denkt, der lediglich Aufenthalt in Hagen hat und sich die Bahnhofsgegend unvoreingenommen anschaut. Überall liest man ... Ankara, Döner, Istanbul, ... ach ja, glücklicherweise gibt´s darunter noch die " Germania Apotheke " ;-) Spass bei Seite, ich kenne kaum einen häßlicheren Hbf in ganz Deutschland ! Dafür kann man sich als Hagener nur maßlos schämen ! Aber Hauptsache man hat ein Kunstviertel & Westfalenbad ( schätzungsweise, so vermute ich, bis max. ins Jahr 2015 , dann wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen )
Dann waren Sie noch nicht in Wuppertal.
09:43
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23:13
@ spatzenfreund:
Dem ist nichts hinzuzufügen!
22:05
das wird so enden wie alles andere zuvor auch: man hat drüber geredet - gehandelt wird aber nicht. mal aus angst vor schadenersatzklagen (spielhöllen/wettbüros) mal aus angst vor tierschützern (tauben), aus ratlosigkeit oder unverständnis der rechtslage (trinker an die arbeit!), mal aus personalmangel und gleichgültigkeit (sauberkeit), undsoweiterundsoweiter. der bahnhofsvorplatz muss dringend mal renoviert werden, der sandstein - oh wunder - weist schon tiefe schlaglöcher auf, die beete sind voller kronkorken, die fahnenmasten stehen schief und werden mit keilen gesichert, die trinker tummeln sich in der sonne, die dealer dealen, die politiker reden. so bringt man hagen nach vorne - in die schlagzeilen nämlich. hauptsache, die schumacherbilder sind gut klimatisiert.
Der Bahnhofsvorplatz gehört der Deutschen Bahn AG.
19:37
liebe stadtverwaltung,
wie blind muss mann eigentlich sein, um diesen auswuchs einheit zugebieten.
bei jeder neueröffnung sieht man unser stadtindianer in vorderster front.
beim thema rund um den hbf hört und sieht man von diesen leider zu gut wie gar nichts.
als angestellter in unmittelbarer nähe zum berliner blatz kann ich von kritischerkritiker nur zustimmen. es ist einfach nur noch zum kot.
ps: die strasse zum bahnhof ist als tempo 30 zone ausgeschlidert??????
16:33
Nun, da die Innenstadt den Politikern wichtiger ist, wie der HBF, kümmert man sich zuerst da drum... Es ist ja vor der Haustür.. Es ist eh erstaunlich, das es ihnen aufgefallen ist..
15:48
Das ist eine besondere Form der Kultur, die sich rund um den HBF breitgemacht hat. Ich wundere mich nur, dass da noch nicht schon längst etwas unternommen wurde. Liegt es daran, dass unsere Lokalpolitiker wenig Bahn fahren?
14:39
Da hat der Fehlerteufel zugeschlagen: "...die Geschäftsstruktur von Fast-Foot-Imbissen..." bezog sich sicherlich nicht nur auf Cheeseburger