Spezialunternehmen darf Holz vermarkten

Oestrich..  Mit einem großen Bagger, der über einen Spezialvorsatz verfügt, mit dem ein ganzer Baum abgesägt, entastet und in meterlange Stücke geschnitten werden kann, wurde am Dienstag ein kleiner Wald entlang des Oestricher Autobahnteilstückes im Bereich Grürmannsheider Straße durchforstet.

Auftraggeber war die Autobahnniederlassung Hamm, die in diesem Bereich, der auf dem Gebiet der Autobahnmeisterei Lüdenscheid liegt, zuständig ist. Erste Recherchen der Redaktion bei Straßen.NRW ergaben, dass die Rodungsarbeiten nach Anwohnerbeschwerden angesetzt worden seinen, was aber auf Nachfrage von Markus Miglietti, dem Pressesprecher der Autobahnniederlassung Hamm, dementiert wurde.

„Es handelt sich um ganz normale Gehölz-Pflegearbeiten, um die Sicherheit für die Lärmschutzwand zu gewährleisten“, so Miglietti. „Die Anwohner der Häuser an der Bergstraße sind im Vorfeld darüber informiert worden“, sagte er weiter.

Kurz nach Beginn der Arbeit am Dienstag brach ein Sturm der Entrüstung im sozialen Netzwerk los. Es wurde kritisiert, dass immer mehr Natur den modernen Verkehrswegen geopfert wird und auch die Fauna auf der Strecke bleibt. So habe sich in dem Wäldchen ein Uhu sehr wohl gefühlt. Die Arbeiten wurden durch ein von der Autobahnniederlassung beauftragtes Privatunternehmen abgewickelt. Dieses Unternehmen vermarktet auch das anfallende Stammholz.

„Dadurch ist es möglich, einen günstigen Preis für diese Arbeiten zu erzielen“, sagte Markus Miglietti. Die Gehölzpflegearbeiten werden in den kommenden Tagen noch weiter gehen, der Fachbetrieb hat den Auftrag, sich in westliche Richtung bis zum Autobahnzubringer durchzuarbeiten.