SPD: „Kompetenzen weit überschritten“

Hagen..  Die SPD-Fraktion kritisiert die Haltung der CDU-Ratsfraktion in Sachen Bilderverkauf. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Röspel hatte von „Verkauf von Tafelsilber“ gesprochen und Fachbereichsleiter Tayfun Belgin den Rücken gestärkt.

Für die SPD-Fraktion ist dies nicht nachvollziehbar: Mit Bezug auf einen Artikel in unserer Zeitung heißt es: „Belgin gab kürzlich selbst zu, dass er gar nicht weiß, was in seinem Keller schlummert. Wie Bereichsleiter Belgin angab, benötige ein Kunstwissenschaftler etwa ein Jahr, um die rund 5000 Werke klassifizieren und bewerten zu können.“ Nichts anderes habe bislang SPD-Fraktionsmitglied Dietmar Thieser gefordert: „Ich möchte einfach wissen, was unsere Stadt an Kunst besitzt. Erst dann lässt sich abschätzen, ob Verkäufe überhaupt in Frage kommen“, so Thieser.

Dabei habe der Hasper Bezirksbürgermeister immer wieder darauf hingewiesen, dass Hagener Kunst und Werke, die in einem besonderen Bezug zu unserer Stadt stehen, von vornherein von einem möglichen Verkauf auszuschließen sind.

König: Politik entscheidet, nicht Fachbereichsleiter

Die SPD stört sich auch an Belgins Aussage, dass ein Großteil der 5000 Werke gar nicht ausgestellt würden, sondern nur 100 bis 250 Kunstobjekte. Und trotzdem seien mögliche Verkäufe aus ethischen Gründen nicht vertretbar. Der Fachbereichsleiter habe seine Kompetenz bei weitem überschritten.

Auch für Tayfun Belgin gelte, dass nicht er als städtischer Angestellter, sondern die politischen Gremien die Entscheidungen zu treffen haben. Darauf sollte Oberbürgermeister Erik O. Schulz seinen Fachbereichsleiter dringend hinweisen, fordert SPD-Ratsherr Werner König.