Sondersitzung: Strom-Insellage ist auflösbar

Hagen..  Die Insellage des Stromnetzes der Enervie AG „lässt sich möglicherweise zeitnah aufheben“. Mit dieser Botschaft überraschte Oberbürgermeister Erik O. Schulz gestern im Haupt- und Finanzausschuss. Enervie-Vorstandssprecher Ivo Grünhagen habe ihn informiert, dass es entsprechende technische Lösungen, die sämtliche Erhöhungen der Netzentgelte obsolet machen würden, geben könne. Weitere Details dieser Entwicklungen sollen am kommenden Dienstag in einer Sondersitzung des Enervie-Aufsichtsrates erörtert werden. Sollte diese Öffnung – nach Informationen dieser Zeitung soll es neben Garenfeld eine Chance für eine zweite Netzachse im Märkischen Kreis geben – umsetzbar sein, könnten sämtliche Enervie-Kraftwerke tatsächlich zeitnah abgeschaltet werden. Damit stünden ca. 350 Enervie-Arbeitsplätze zur Disposition.

WBH-Konzept in der Diskussion

Parallel rückt die Zukunft der Wasserversorgung in den Fokus. Eine Entscheidung über den künftigen Kurs möchte der Rat jetzt doch erst im März treffen, zumal das Konzept des Wirtschaftsbetriebs (WBH) zu einer Übernahme der Netze und Erzeugung noch tiefergehend geprüft werden soll. Hier fordert die Politik die WBH- und Enervie-Spitzen auf, Alternativ-Ideen ernsthaft zu prüfen und den Mandatsträgern ihre Einschätzungen vorzulegen.