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Schilderstreit

Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität

27.10.2012 | 19:00 Uhr
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
Hagen ist jetzt wieder „Stadt der FernUniversität“. Oberbürgermeister Jörg Dehm hat einen Sieg im Schilderstreit errungen.Foto: WP

Hagen.   „Was lange währt, wird endlich gut.“ Mit diesen Worten kommentierte Oberbürgermeister Jörg Dehm nach über zweijährigem Ringen seinen Sieg im Schilder-Streit mit der Landesregierung. Hagen ist jetzt nicht nur auf den Ortstafeln, sondern auch im offiziellen Schriftverkehr die „Stadt der FernUniversität“.

Gemeinsam mit Fernuni-Rektor Helmut Hoyer, Sparkassenchef Frank Walter, Unternehmer Bernd Pederzani (beide Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der Fernuniversität) sowie Karl-Heinz Schulz von der Firma Schilder-Schulz brachte Dehm den Namenszusatz jetzt abermals auf einer Ortseingangstafel an der Bundesstraße 7 in Eppenhausen an – übrigens demselben Schild, das er im Juli 2010 erstmals mit der Bezeichnung hatte versehen lassen.

Auch alle weiteren Ortseingangsschilder sollen nun erneut mit dem Namenszusatz ausgeflaggt werden. Damit findet eine ebenso skurrile wie haarspalterisch betriebene bürokratische Auseinandersetzung zu ihrem Anfang zurück. Als der Schriftzug „Stadt der FernUniversität“ im Sommer vor zwei Jahren schon einmal auf den 95 Ortstafeln prangte, sah die Landesregierung geltendes Recht verletzt und forderte den Oberbürgermeister auf, die Schilder wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen.

Anders als in anderen Bundesländern seien Namenszusätze in Nordrhein-Westfalen nicht erlaubt, der Schriftzug somit illegal. Nachdem er mehrere Ultimaten verstreichen ließ, gab Dehm schließlich nach und ordnete im Juli 2011 die Entfernung des Zusatzes an. Mitarbeiter des Ordnungsamtes rückten aus und knibbelten die drei Worte mit den 23 Buchstaben wieder ab.

Hagener Bürger wurden beleidigt

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hagener Schilderstreit längst bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, sogar Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sah sich zu einer Stellungnahme genötigt. Unbekannte Aktionisten überklebten den Schriftzug „Stadt der FernUniversität “ zwischenzeitlich mit „Stadt der Vollidioten“, was die Verwaltung zu einer Strafanzeige veranlasste. Begründung: „Damit sind alle Bürger Hagens beleidigt worden.“

Schließlich änderte der Landtag in Düsseldorf auf Initiative der CDU die Gemeindeordnung und ermöglichte den Kommunen damit, Namenszusätze zu führen. Zur Begründung hieß es, die Städte und Gemeinden könnten durch die Neuregelung ihr regionales Marketing und historisch gewachsene Besonderheiten darstellen. Zudem fördere ein solcher Zusatz die emotionale Verbundenheit mit der Kommune und die Identifikation der Bürger mit ihren Gemeinden.

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Kommentare
28.10.2012
14:40
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von baiersdorf | #19

warum herr gerbersmann, der für seine position als kämmerer denkbar ungeeignet ist, schön ruhig ist und in deckung bleibt, hat verschiedene gründe. einer ist natürlich seine befürchtung, selber in den fokus zu geraten. der andere seinen abgang in einen noch besser bezahlten job nicht zu gefährden. da hat es der willige dr. bleicher, der es jedem recht machte und bei der heb sofort eine gefälligkeitsoffensive gestartet hat, doch vorgemacht.

28.10.2012
11:35
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von berni44 | #18

Diese Schilder in Hagen sind ein Witz. Die Bevölkerung hat sich einen OB gewählt, damit haben die Bürger wenig Intelligenz gezeigt.
Jedenfalls schlägt der Mann aus Mühlheim jetzt wieder zu , wacker neue Schilder bestellen und montieren lassen.
Solch ein Mann will sich in Hagen ein Denkmal damit erstellen.
Ich schätze 20 bis 30 tausend Euro werden wieder sinnlos ausgegeben. Herr Gerbersmann,. sie als Kassenverwalter, wann sagen sie nein ?.
Sie können und müssen nach der Gemeindeornung diese Geldausgeben stoppen .
Diese sind freiwillige sinnlose Ausgaben.

28.10.2012
08:17
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von denhoorn | #17

Auch so eine Dehm-Nummer, die nur jede Menge nicht vorhandens Geld verschlungen hat,und keinerlei Nutzen für die Stadt und seine Bürger hat.

27.10.2012
20:42
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von hagenersozius | #16

Ach Herr Heuel, ein bißchen weniger ist manchmal mehr. Wäre prima gewesen, Sie hätten sich darauf beschränkt, Ihren Artikel auf Fehler zu untersuchen. Dann wäre Ihnen sicher aufgefallen, dass sogar unser omnipotenter Oberbürgermeister es bis heute nicht fertigbringen kann, im "Dezember 2012" (2. Seite, 1. Absatz) einen Antrag zu stellen. Das wird er vielleicht in eineinhalb Monaten können. Und ganz sicher wäre Ihnen dann aufgefallen, dass auch die Schlagzeile auf der 2. Seiten einen Rechtschreibfehler enthält. Es heißt immer noch "akzeptieren" nicht "aktzeptieren", an was auch immer man da gedacht haben mag. Im übrigen hat unsere Stadt im Moment ganz andere Sorgen als diese Schilder. Aber vielleicht ist das ja auch eine prima Schlagzeile für die Zukunft: "Oberbürgermeister gewinnt im Schilda-Streit". Und das habe ich wiederum ganz bewusst so geschrieben.

27.10.2012
19:29
Marketing
von Reklame | #15

Na ja,die Fernuniversität ist ein großer Arbeitgeber in der Stadt und hat
eine gute Mensa ,wo jeder Bürger, sich eines von bis zu fünf Gerichten aussuchen kann,aber es ist nicht die Leistung von Herrn Dehm das
das so ist ,deshalb finde ich jedes Foto wo Herr Dehm lächelnd in der
Nähe von so einem Ortsschild steht eher unpassend.

27.10.2012
19:10
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von hagenermeinung | #14

Die Anbringung der Zusätze war wissentlich rechtswidrig.
Die Anbringung hat der Stadt zwar nichts gekostet, die Entfernung schon.
Warum bezahlt dies nicht auch Pederzani & Co..
Es triftt doch keinen Armen.

27.10.2012
18:53
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von spatzenfreund | #13

hagen ist das tor zum sauerland, nicht die stadt der fernuni.
das kann jemand, der hier nur seinen zweitwohnsitz hat, nicht wissen.
hagen hat im übrigen wichtigere sorgen, um die man sich als oberbürgermeister kümmern sollte. wem wurden die kosten für die entfernung der rechtswidrigen zusätze in rechnung gestellt? herrn dehm? oder dem bürger?

2 Antworten
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von lale9 | #13-1

Oder wie der Sauerländer sagt :" das Tor zur Welt" ;-)

Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von Plem | #13-2

Ja, aber durch ein Tor fährt man hindurch und verweilt nicht! Wahrscheinlich eine weise Entscheidung des Reisenden, man kanns verstehen...

27.10.2012
18:46
Wichtig
von bearny67 | #12

Schön, daß man in Hagen noch Sinn für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hat.
Was soll schon die Klage wegen Untreue, der ganze Filz, gegen weltbewegende eminent wichtige Zusätze auf irgendwelchen Schildern?
Schilda läßt grüßen?
Die ursprüngliche Aufklebeaktion war ja kostenneutral weil gesponsert. Nun auch?
Nebenbei gesagt, war mir der temporäre Zusatz bedeutend lieber, zeigte er doch die wirkliche Qualität (und Qualifikation) der hiesigen Entscheidungsträger.

27.10.2012
17:04
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von mensch05 | #11

Die Zusatzbezeichnung ist gut!
Sie fördert die Identifikation unserer geschundenen, hässlichen Stadt wenigstens ein bisschen.

27.10.2012
16:09
Sieg für Oberbürgermeister im Schilderstreit - Hagen wieder Stadt der FernUniversität
von Stifmeister | #10

Auch wenn ich die ganze Sache etwas lächerlich finde, muss feststellen, dass egal welche kleinsten "Erfolge" die Stadt Hagen macht, nur gemeckert wird...

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