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Seniorenvorschläge für Verbesserungen in Wehringhausen gesucht

18.02.2008 | 17:11 Uhr

Der Stadtteil hat Probleme, aber auch Perspektiven. Und insofern Aussicht auf Veränderungen. „Soziale Stadt” heißt das Förderprogramm, das die Aufwertung von Stadtteilen mit erheblichem Erneuerungsbedarf zum Ziel hat.

+++ Foto: Michael Kleinrensing / Westfalenpost Lokalred. 02331 9174167 +++

An diesen Veränderungen sollen die Bürger mitwirken. In Wehringhausen geschieht dies in Workshops und an „runden Tischen”.Ziel ist die Erarbeitung eines Handlungskonzeptes, das alle Lebensbereiche und alle Bevölkerungsgruppen umfassen soll. Beispielsweise sollen bedarfsgerechte Angebote für Kinder und Jugendliche entwickelt werden, die insbesondere im unteren Wehringhausen zu Hause sind, wo der Migrantenanteil an der Bevölkerung bis zu 45 Prozent be-trägt. Ganz im Gegensatz dazu steht das Wohnviertel oberhalb von Buschey- und Eugen-Richter-Straße. Hier sind kaum vier Prozent der Bewohner nichtdeutscher Herkunft. Dafür leben hier sehr viele ältere Mitbürger. „Insgesamt sind fast ein Viertel der Wehringhauser älter als 60 Jahre”, weiß Christine Peters vom Seniorenbüro der Stadt. Und sie weiß als Ergebnis einer Umfrage auch, dass die älteren Wehringhauser die treuesten Bewohner des Stadtteils sind: „Sie möchten auch ihren Lebensabend hier verbinden.” Dass aber das Leben in Wehringhausen mit zunehmendem Alter nicht einfacher wird, ist schon an der Topographie erkennbar. Um die Einkaufsstätten und Dienstleister an der Lange Straße zu erreichen, sind oft lange, vor allem steile Strecken zurückzulegen. Christine Peters: „Insbesondere mit vollen Einkaufstaschen ist das kein Vergnügen.” Zwar gibt es einen rührigen Wehringhauser Einzelhandel mit Zustellservice, „aber auch ältere Menschen gehen gern noch selbst ins Geschäft”, weiß Anja Lohmann. Die Fachfrau des Hagener Caritasverbandes engagiert sich mit Kollegen anderer Wohlfahrtsverbände für das Handlungskonzept. Und hierbei ganz besonders für die Mitwirkung älterer Bürger: „Wir möchten sie ermuntern, sich mit eigenen Ideen an den Planungen für Veränderungen im Ortsteil zu beteiligen.”  Gelegenheit dazu haben ältere Wehringhauser wieder am Dienstag, 26. Februar, ab 14 Uhr im DRK-Altenheim an der Lange Straße. Bei diesem Treffen können Senioren nicht nur eigene Ideen an die richtige Adresse bringen, hier erfahren die Teilnehmer auch viel über Angebote, die es bereits im Stadtteil gibt. Caritasverband und Diakonie bieten beispielsweise Begleitung für den Weg zum Einkauf oder zum Arzt an. Anja Lohmann: „Wir wollen mit den Bürgern den Rahmen dafür schaffen, dass die Menschen weiter in ihrem gewohnten Umfeld leben können.”

Reinhard Kolwe

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