Senioren bringen 187 Mal Senioren mit dem Auto zum Arzt

Breckerfeld..  Seit 20 Jahren sind sie in der Hansestadt aktiv. Die Gruppe „Senioren helfen Senioren“ traf sich im Martin-Luther-Haus zur Jahresdienstbesprechung 2015.

Rainer Placidus versprach: „Die Jahre gehen dahin, doch die Hilfe der Senioren bleibt.“ An der Aufgabenstellung des Vereins habe sich seit den Anfängen bis heute nichts geändert, nur die Schwerpunkt der Tätigkeit hätten sich verschoben. Während in den Anfängen handwerkliche Tätigkeiten im Fokus der Hilfe standen, rückten heute die Fahrten zu Fachärzten an die Spitze der Nachfrageliste.

Nachfrage überrascht

Rainer Placidus nannte dazu die Zahlen: „Im Jahr 2014 gab es 187 Fahrten, bei denen unsere Mitglieder mit ihren privaten Pkw 4214 km zurücklegten und 396 Stunden im Einsatz waren.“ Er nannte auch die Vergleichszahlen zu 2013: Die Zunahme bei den Einsätzen betrug 73 Prozent, bei der Wegstrecke 59 Prozent und bei den Einsatzstunden 44 Prozent. Die große Nachfrage habe den Verein überrascht. Placidus: „Manchmal sind wir an die Grenzen unserer Möglichkeiten gestoßen. Wir benötigen eine Vorlaufzeit von ca. vier Tagen. Wir betätigen uns ehrenamtlich und können und wollen keinem Taxiunternehmen Konkurrenz machen.“ Tatsache sei allerdings, dass die Mitglieder im Laufe der Jahre auch älter werden und nicht mehr alle beim Fahrdienst helfen können.

Mit Beifall begrüßte er zwei „neue gestandene Männer“, die sich ab sofort ehrenamtlich in die Arbeit einbringen. Die Gruppe besuchte Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW und der Paritätischen Wohlfahrtsverbände im EN-Kreis, den Blutspendedienst des DRK in Hagen und den heimischen Betrieb Winterhoff. Dazu arbeitete man im Seniorenbeirat der Hanse­stadt und im Diakonieausschuss der evangelischen Kirchengemeinde mit. Bürgermeister Klaus Baumann lobte das ehrenamtliches Engagement: „Sie helfen vielen Senioren in unserer Stadt, ihren Wunsch zu erfüllen, so lange wie möglich selbstständig in ihrer gewohnten Wohnumfeld leben zu können.“