Sehnsucht nach Ebene 2 schwindet
09.04.2008 | 17:52 Uhr 2008-04-09T17:52:00+0200
Nichts gegen Integrationsprojekte, nichts gegen kulturelle Offenheit, nichts gegen intelligente Migrationskonzepte. Ob allerdings „Ebene 2” zu diesen löblichen Ansätzen gehört, wird in Hagen nahezu flächendeckend bezweifelt
Durch mathematische Klimmzüge am Hochreck gelingt es dem Kämmerer zwar darzustellen, dass diese Kunstaktion am Ende billiger wird als eine in ein paar Jahren ohnehin fällige Sanierung der betonierten Bausünde. Doch den Schandfleck Altenhagener Brücke mit Steuergeldern zum Farbtupfer zu machen und in einem Happening auch noch mit Wohnzimmer-Mobiliar aus Haushalten ferner Länder zu dekorieren, passt einfach nicht in eine Stadt, die - ächzend unter der Schuldenlast - im Begriff ist, ihr Ballett, ihre Stadtteilbüchereien und somit ein Stück abendländische Kultur wegzusparen.
Wenn die Düsseldorfer Staatskanzlei tatsächlich so großen Wert auf die „Ebene-2-Sehnsucht” als Hagener Leuchtturmprojekt im Rahmen des Kulturhaupstadt-2010-Angebots legt, muss sie der Stadt auch das notwendige Geld - übrigens ebenfalls von Bürgern erwirtschaftet - mitliefern. Einerseits soll sich Hagen nach dem Willen des Mentors vom Hohenhof, einem tief in der Kulturhistorie der Stadt verwurzelten und mit tiefer Symbolik behafteten Architektur-Kleinod trennen, andererseits vergängliche Brückenkunst finanzieren.
Man darf gespannt sein, wie die Politik den Menschen das noch erklären will.
Den Artikel zum Kommentar finden Sie hier.
22:00
Das Bauwerk wird nicht DURCH-, sondern VOR der künstlerischen Gestaltung saniert. Es geht dabei um die Kosten des Gerüsts, die die Stadt dadurch nicht selber zahlen musste. Ganz so blöd sind die Leute bei der Stadt auch nicht.
17:52
@ Sie, Markus, denn sonst hätten Sie hier keinen Kommentar hinterlassen.
17:31
wen interessiert das ganze gelaber bitte?
11:12
Spricht da jemand von Kunst? ich dachte Graffiti sind verboten.
21:38
Was hat das Anpinseln eines rohen unangestrichenen Betonbaus mit Sanierung zu tun???
Maroder Beton kann durch Uberstreichen kaschiert, aber nicht saniert werden!
Sanierung? Augenwischerei, um den Wahnsinn zu rechtfertigen!
08:55
soltan, das kann ich nur unterschreiben! Immer wenn ich den Herrn Hacker in der Zeitung sehe, fließen wieder Tausende Euros in Kunstklamotten, die den Normalbürger wirklich nur am Rande interessieren. Dieses Kunstgeschwafel hängt einem so richtig aus dem Hals heraus.
23:41
Richtig so, Herr Weiske! Wer die angeblich so hochkünstlerischen Schmiererein und Farbklecksereien an der Altenhagener Brücke haben will, der soll sie bezahlen. In der Sparkasse sitzt ja jemand, der für die Kunst und für das Theater, aber auch für ein paar soziale Vorzeigezahlungen immer gerne das Konto öffnet. Soll der doch bezahlen und nicht der Steuerzahler! Ich bin froh, kein Kunde der Sparkasse zu sein.