Sechs knorrige Eichen für 50 Jahre Einsatz geehrt
06.01.2008 | 16:00 Uhr 2008-01-06T16:00:00+0100„Und daraus ist zu schließen, dass die Feuerwehr Zurstraße schon seit 1826 besteht.” Dieses Ergebnis seiner Recherchen tat Karl-Theo Hagebeuker in der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Zurstraße kund.
Die Tatsache, dass im Urkataster schon 1826 ein Spritzenhaus auf kirchlichem Grundstück an der Waldbauerstraße auftaucht, hatte ihn weiter forschen lassen. Und demnach gab es nicht nur das Spritzenhaus, sondern auch Männer aus dem Beritt Waldbauer, die gemäß der königlich-preußischen Feuerordnung „für das platte Land” dazu verpflichtet waren, im Falle eines Feuers aktiv zu werden: Lärmen, den Küster alarmieren, die Glocke zu läuten und den Weg zum Brandort mit einer roten Fahne zu weisen - nachts mit einer brennenden Fackel. Den Mitgliedern der Löschgruppe ging sie 'runter wie Butter, die Vorstellung, dass ihre Feuerwehr schon so eine lange Geschichte hat. Zuvor war die jüngere Geschichte ihr Thema gewesen: Löschgruppenführer Rudi Lemke ließ das Jahr 2007 Revue passieren, in dem „Kyrill” den Einsatzkräften einen wahrlich stürmischen Start bescherte. „Danach hatten wir die durchschnittlichen Einsatzstunden eines Jahres schon überschritten.” Dank des raschen Eingreifens der Wehrleute („sie waren ohne jegliche Alarmierung zum Einsatz gekommen”) sei auch der RTW mit hochschwangerer Besatzung unbeschadet zum Krankenhaus gekommen. Als „Highlight” im vergangenen Jahr konnte Lemke die Übergabe des Anbaus nennen. Auch dieser hätte ohne den Mut und die Bereitschaft der Kameraden nicht verwirklicht werden können. Und noch ein Wunsch sei in Erfüllung gegangen: Die Zahl der Alarmierungen durch Brandmelder habe sich von 13 auf sechs halbiert. Erfreulich auch, dass aus dem Fußballverein zwei Nachwuchskräfte zur Feuerwehr gestoßen sind. Und positiv sei auch die anstehende Einführung des Digitalfunks in 2009/10: „Da kommt allerdings ein dicker Batzen auf uns zu.” Erstmals fand die Jahresdienstbesprechung in dem neu geschaffenen Schulungsraum statt - und die Ehrung derer, die sich seit vielen Jahren um die Feuerwehr verdient machen. „Einige sind schon seit 50 Jahren dabei”, sprach Stadtbrandinspektor Norbert Lohoff von „sechs knorrigen Eichen, die hart im Nehmen sind und zusammen 437 Jahre auf die Waage bringen.” Diese „sechs Eichen”, das sind Ulrich Brinkschulte senior, Fritz Kampmann, Karl-Theo Hagebeuker, Gerhard Rafflenbeul, Heinz Söhnchen und Heinz Dörnen. „Ihr habt 50 Jahre Feuerwehrgeschichte geschrieben, das ist eine Menge Holz”, so Lohoff. 25 Jahre dabei ist Eberhard Feldhaus.
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