Schwimmbecken wieder auf der Kippe

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Was wir bereits wissen
Stadtverwaltung und Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) bleiben bei ihrer Linie, das Lehrschwimmbecken in der Grundschule in Eckesey so bald wie möglich zu schließen

Eckesey..  Stadtverwaltung und Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) bleiben bei ihrer Linie, das Lehrschwimmbecken in der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Eckesey so bald wie möglich zu schließen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt heute den Bezirksvertretern im Norden und am Donnerstag den Ratsmitgliedern auf dem Tisch. Doch an dem erneuten Vorstoß hagelt es Kritik.

Ratsherr Sven Söhnchen (SPD) bezeichnet die Vorlage der Verwaltung gar als „Skandal“. Die GWH sei seit der letzten Debatte über das kleine Schwimmbad im März ihrem von der Politik gestellten Auftrag nicht nachgekommen und habe weder das geforderte Gesamtkonzept für alle städtischen Lehrschwimmbecken erarbeitet noch sich um zusätzliche Nutzer für das Bad bemüht. „Dieses Verhalten bringt mich total auf die Palme“, ärgert sich Söhnchen über die Arbeitsmoral der Gebäudemanager. Dabei gebe es durchaus Interessenten, Bethel vor Ort oder der Werkhof würden das Schwimmbecken gern nutzen, auch die Polizei habe Interesse signalisiert, so Söhnchen: „Offenbar will die GWH die Schließung aber mit aller Macht und gegen den erklärten Willen der Politik durchsetzen.“

Geringe Einsparung

Tatsächlich hatte der Schulausschuss die Schließung des Beckens im März mehrheitlich abgelehnt, zu gering erschienen die Einspareffekte. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei 32 500 Euro, für Sanierungs- und Umbauarbeiten sind in diesem Jahr noch einmal 27 500 Euro fällig. Andererseits würde der GWH-Vorschlag, die Eckeseyer Grundschüler zum Schwimmunterricht ins Westfalenbad zu verfrachten, Kosten in Höhe von 29 000 Euro verursachen.

Grundschul-Rektorin Brigitte Hoffmann ist sich der Tatsache bewusst, den „Luxus“ eines eigenen Schwimmbades zu genießen. Sie würde ihren Schülern das 6,75 x 5 Meter große Becken aber gern erhalten und argumentiert damit, dass die Kinder im Einzugsbereich der Lehranstalt zum großen Teil keine Möglichkeit hätten, privat ein Schwimmbad zu besuchen. Deshalb biete die Schule Schwimmunterricht ab der ersten Klasse an.