Schulte-Referat über Soldaten der Waffen-SS

Hohenlimburg / Hagen..  Nach dem Aufsatz von Dr. Wilhelm Bleicher in der Mai-Ausgabe der Heimatblätter über Waffen-SS-General Fritz Witt, der in der Bevölkerung intensiv diskutiert und viel kritisiert wurde, hatte sich der Hohenlimburger Heimatverein entschlossen, eine Informations- und Aufklärungsveranstaltung zum Thema Waffen-SS zu unterstützen. Diese Veranstaltung findet nun am kommenden Mittwoch, 24. Juni, statt. Dazu wird Dr. Jan Erik Schulte eingeladen.

Die Waffen-SS war ein militärischer Verband, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus der SS-Verfügungstruppe gebildet wurde. Bis heute ist die Waffen-SS von Legenden und Deutungen umgeben.

Dr. Jan Erik Schulte von der Gedenkstätte Hadamar gibt bei seinem Vortrag im Kunstquartier Hagen, Museumsplatz 1, einen Einblick in die Entwicklung dieses Verbandes und seine Funktion während des Zweiten Weltkrieges. Gleichzeitig geht Dr. Schulte der Frage nach, in wieweit die gängigen Deutungen und Vorstellungen von der Waffen-SS überhaupt richtig sind.

Führungskräfte als Helden glorifiziert

In rechtsextremen Kreisen werden die Waffen-SS und ihre Führungskräfte als Helden einer militärischen Elite glorifiziert. Auf der anderen Seite zeigt die wissenschaftliche Forschung, dass die Waffen-SS ein heterogen zusammengesetzter Verband war, der im Kriegsverlauf sein elitäres Selbstbild zwar behielt, aber nicht zuletzt auch wegen der hohen Verluste mehr und mehr ins Hintertreffen geriet. Beginn: 19 Uhr.