Schule soll nach Liselotte Funcke benannt werden

Remberg..  Sie war eine der bekanntesten Töchter der Stadt, jetzt soll auch eine Schule nach der FDP-Politikerin Liselotte Funcke (1918 bis 2012) benannt werden. In Zusammenarbeit mit ihren Angehörigen hat die Sekundarschule Hagen-Remberg/Mitte in den städtischen Gremien den Antrag eingebracht, zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Namen „Liselotte-Funcke-Schule – Sekundarschule der Stadt Hagen“ zu tragen.

Nach Ansicht der Initiatoren passt die Persönlichkeit Liselotte Funckes, die als Bundestags-Vizepräsidentin, NRW-Wirtschaftsministerin und vor allem als Ausländerbeauftragte ihre tiefen Spuren hinterlassen hat, zu der Sekundarschule. So stammt von ihr der Satz: „Die religiös und weltanschaulich neutrale Gemeinschaftsschule soll im gesamten Bundesgebiet die staatliche Regelschule sein.“

Ausnahmeerscheinung als Politikerin

Im Jahre 1974, so Schulleiter Christian Pfefferer, habe Liselotte Funcke diese Zeilen als eine von 13 Thesen in einem beachtlichen Papier „Freie Kirche im Freien Staat“, geschrieben. In einem bunter gewordenen Deutschland stelle dieser Gedanke nach Auffassung der Schule eine geeignete Grundlage dar, um zwei Ziele anzustreben. Zum einen in Zusammenarbeit mit den Eltern junge Menschen zu mündigen und weltoffenen Bürgern zu erziehen und ihnen zum anderen einen bestmöglichen Schulabschluss nach eigenem Leistungsstand zu ermöglichen – ungeachtet ihrer nationalen, religiösen, sozialen oder kulturellen Herkunft.

Als Politikerin sei Liselotte Funcke eine Ausnahmeerscheinung in einer Männerdomäne gewesen. Zudem habe sich die Hagener Ehrenbürgerin auch in der Stiftung Volmarstein für Menschen mit Behinderung eingesetzt und Schirmherrschaften übernommen – etwa beim Eugen-Richter-Turm-Verein, beim Förderverein des Buschey-Friedhofs und beim Haus für Kinder.