Schüler-Kanuten trotzen Wind und Wetter

Landesfinale im Schulsport Kanu
Landesfinale im Schulsport Kanu
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Das Landesfinale im Kanu-Schulsport fand am Dienstag auf der Anlage des Kanuclub Hohenlimburg an der Lenne statt. Zehn Schulen hatten sich qualifiziert.

Hohenlimburg..  „Kanu ist zwar ein Wassersport, aber das Wasser sollte nicht von oben kommen“, kommentierte Michael Lauterbach das Wetter gestern am Wildwasserpark in Hohenlimburg. Dort fand das Finale der Schul-Landesmeisterschaft Kanu 2014/15 statt. Lauterbach, Gesamtleiter der Veranstaltung von der Landesstelle für den Schulsport in NRW zog eine positive Bilanz. Zwar öffnete der Himmel gegen Ende seine Pforten – die letzten Läufe fanden in strömendem Regen statt – doch der Ablauf ging reibungslos vonstatten. „Die Sache war vom Kanuclub Hohenlimburg super organisiert. Ein großes Lob an Ralf Kriegel und sein Team! Und die Bedingungen auf der neuen Strecke waren natürlich auch toll“, freute sich Lauterbach.

Als Referent für die Aktion „NRW bewegt seine Kinder“ war Hans-Peter Wagner vor Ort. „Das hier ist der Höhepunkt des Landessportfestes für Schulen. Die Regierungsbezirksbesten haben sich im Vorfeld schon für dieses Finale qualifiziert“, betonte Wagner. Diese Besten zeigten gestern auf der Lenne großen Sport.

Die Schulmannschaften gingen im Vierer-Kanadier oder im Dreier-Team in Einerkajaks an den Start. Nicht zum ersten Mal fand das Landesfinale in Hohenlimburg statt. „Wir waren schonmal hier. Wir sind ja auch darum bemüht, diese tolle Anlage hier zu pushen. Daher ist es schade, dass keine Hohenlimburger Schule hier im Finale ist“, bedauerte der Referent.

Das Leistungsniveau der Schulen im Finale lag weit auseinander. „Es gibt Schulen, die beginnen vier bis sechs Wochen vor so einem Wettkampf mit dem Training, andere Schulen, wie etwa das Ratsgymnasium Rheda-Weidenbrück, haben engagierte Lehrer, die eine AG anbieten und mit den Schülern das ganze Jahr über trainieren. Zudem gibt es Schulen, die eng mit Vereinen zusammenarbeiten“, erklärte Wagner.

In zwei Wettkampfklassen (Altersklassen) sind die Schüler an den Start gegangen, dazu nach Geschlechtern getrennt und gemischt. Mit dem Kajak musste zunächst ein kleiner Slalom-Parcours, dann eine Ausdauerstrecke bewältigt werden.

Talente finden

Im Canadier, Wettkampfklasse III (gemischt), siegte das Ratsgymnasium aus Rheda-Wiedenbrück mit einer Zeit von 11:17,97 Minuten. In der Wettkampfklasse II (gemischt) gewann das evangelische Gymnasium Lippstadt in 9:51,34 Minuten. Sieger in den Wettkampfklassen II und III (Mädchen) gewann jeweils das Ratsgymnasium, das auch im Einerkajak, Wettkampfklassen II und III (Mädchen) mit 10:46,16 Minuten bzw. 11:08,60 Minuten die Nase vorne hatte. Im Einerkajak Wettkampfklasse II (gemischt) gewann das Helmholtz-Gymnasium aus Essen. Die Wettkampfklasse III (gemischt) gewann die Käthe-Kollwitz-Realschule aus Emsdetten.

„Es hat bis auf einen Bänderriss keine Verletzungen gegeben“, meinte Wagner. Dafür ist aber Canadier „abgesoffen“. Das Team vom Essener Helmholtz-Gymnasium hat sich so ins Zeug gelegt, dass Wasser ins Boot lief. Die vier Paddler retteten sich so eben über die Ziellinie, bis ans Ufer kamen sie jedoch nicht mehr.

„Den Schülern hat die Veranstaltung sichtlich gefallen. Wir verfolgen damit natürlich das Ziel, die Jugend für den Sport zu begeistern. Diese Veranstaltung kann uns als Brückenglied zwischen Schule und Verein dabei helfen, Talente zu finden“, erklärte der Referent. Einige Vereine waren sogar mit nach Hohenlimburg gekommen, um die Jugendlichen zu betreuen.

„Ein schöner Vormittag. Die Kinder hatten alle ihren Spaß. Die Leistungsunterschiede waren allerdings riesig. Aber so ist das eben im Schulsport“, resümierte Ralf Kriegel vom Kanuclub Hohenlimburg.