Schüler in Gefahr

Sie beherrschen zwei Fremdsprachen, können mathematische Gleichungen lösen, die Normalsterbliche kaum vorzulesen vermögen, und halten Referate über das Liebesleben der Kieselalge bei Ebbe. Aber wenn es um das Überqueren einer Straße in einer Tempo-30-Zone geht, scheinen die Hagener Gymnasiasten zu doof zu sein.

Zumindest treibt diese Sorge die BV Mitte um, die auf der Funcke­straße besondere Sicherungsmaßnahmen für Hildegardis-Schüler einfordert. Diese müssen nämlich eine Fahrbahn überqueren, um ihr provisorisches Schulgebäude zu erreichen, die in den Morgenstunden vor allem von Eltern frequentiert wird. Zwar gibt es bereits eine Ampel und einen Übergang, aber eben nicht direkt vor der Schultür. Man wittert höchste Gefahr.

Die Verwaltung vermag diese zwar kaum zu entdecken, solange sich alle an die Verkehrsregeln halten. Aber um die Gemüter zu besänftigen, wird an der Ampel jetzt der Grünpfeil demontiert, Falschparker erwartet ein Knöllchen-Hagel und Raser die Kelle der Polizei.

Und was passiert auf der Zehlendorfer Straße, wo es keine Schule mehr gibt? Zumindest die roten Punkte an den Haltestellen könnten dort verschwinden, um wieder die Busse überholen zu dürfen.