Schüler im Norden haben gut lachen
08.05.2009 | 20:43 Uhr 2009-05-08T20:43:00+0200
Über 3000 Schülerinnen und Schüler im Hagener Norden haben gut lachen. Ab Montag haben sie wieder eine eigene Bücherei und können, sorgenfrei von irgendwelchen Spardebatten, ihrer Leselust frönen.
Im Sommer letzten Jahres musste der Rat beschließen, dass in der Stadtteilbücherei in der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule (FSG) in Helfe nach über 30 Jahren die Lichter ausgehen sollten. Haspe und Hohenlimburg blieben zum Glück noch verschont. Heute sind die beiden Einrichtungen angesichts von 1,7 Mio. € die im Kulturbereich einzusparen sein sollen auch von Schließungen bedroht. „Es ist fast ein Glück, dass es uns so früh getroffen hat”, bemerkt Gesamtschulleiter Werner Kerski.
Beteiligt sind die FSG, die Realschule und Hauptschule Boelerheide, die Grundschulen Goethe, Vincke und Helfe, die Kita Am Bügel, die Bezirksvertretung Nord und die Bezirksregierung Arnsberg. Das Land zahlt Zweidrittel der Personalkosten für die beiden Halbtagskräfte, ein Drittel teilen sich die weiterführenden Schulen. Laufende Kosten des Betriebs und für Anschaffungen wurden erstmal durch Spenden in Höhe von umgerechnet 20 000 € abgedeckt.
17 000 Medien sind in der neuen Schulbücherei im Angebot. Die Palette reicht von Büchern für Vorschulkinder bis zu Liebesromanen für Kollegium oder Eltern, von „Fix und Foxi” bis Geo. Die Provinz Venetien spendiert sogar ein Abo einer italienischen Sportzeitung. Außerdem gibt es Musik-CD, natürlich auch Lernhilfen (immerhin ist es ja eine Schulbücherei) und 14 PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss - das ganze für die Nutzer umsonst, „es sei denn jemand vergisst, seine Ausleihe zurückzubringen, dann gibt es 50 Cent Mahngebühr zu Erinnerung”, sagt Sabine Kolod, eine der beiden vom Land und den Schulen bezahlten Kräfte.
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