Schöne Grüße aus dem Dschungelcamp

Isabelle und Zoe genießen weiterhin das Abenteuer Australien.
Isabelle und Zoe genießen weiterhin das Abenteuer Australien.
Foto: WP

Seit fast einem Jahr ist die Abiturientin Isabelle Kukry in Australien unterwegs. Work & Travel heißt dabei ihr Motto. In wenigen Wochen kommt sie nach Hohenlimburg zurück. Letztmalig berichtet sie aus Australien über ihre Erlebnisse.


Buschcamp Abenteuer, Schnorcheln am Great Barrier Reef und entspannen im Paradies. Die letzten Wochen hier in downunder waren wohl mit Abstand die Ereignisreichsten unserer gesamten Reise. Wie auch schon tausende Backpacker vor uns, erkunden nun auch wir die Schätze, die die australische Ostküste zu bieten hat.

Einen Nachmittag in einer der zahlreichen Reiseagenturen verbracht und schon ist die Reisekasse um einiges verkleinert und man hat zahlreiche Touren gebucht. Doch es lohnt sich. Unser erstes Ziel: Fraser Island. Mit vier bepackten Landcruisern, einem Guide und einer bunt gemixten Gruppe konnte unser Buschcamping-Abenteuer losgehen. Jeweils zu acht in einem Auto fuhren wir von einem Traumplatz zum anderen. Das Beste daran war, dass wir tatsächlich selber das Steuer in die Hand nehmen durften und entlang der endlosen Strände unsere Fahrkünste unter Beweis stellen konnten. Auch wenn man sich erst an den losen Sand gewöhnen musste, stand der Spaßfaktor eindeutig an erster Stelle. Abends im Camp angekommen war es dann jeder Gruppe selbst überlassen sich ein Mahl aus den zu Verfügung gestellten Lebensmitteln zu zaubern.

Die ganze Atmosphäre erinnerte ein wenig an das „Dschungelcamp“ und auch die Unterbringung in den Zelten war auf das nötigste beschränkt. Die Spinnen, Schlangen und großen Echsen blieben beim Buschcamping natürlich auch nicht aus, was für einige eine große Herausforderung darstellte, aber schließlich überlebten doch alle die drei Tage auf der Insel. Der atemberaubende sternenklaren Himmel, den man vom naheliegenden Strand aus bestaunen konnte, beeindruckte jedoch jeden. Vorsichtig musste man nur mit den Dingos sein, die einen im Rudel hätten angreifen können.

Schildkröten und kleine Riffhaie

Das Highlight der Tour war für uns der Besuch des „Lake McKenzie“, der mit seinem weißen Sand und dem türkis klarem Wasser an die Karibik erinnerte. Das Geld war in jedem Fall richtig investiert. Nur ein paar Tage später ging es für uns schon an Board eines Segelbootes mit dem wir zu den Whitsunday Insel segelten und uns am berühmten „Whitehaven beach“ die Sonne auf den Bauch scheinen ließen. Einsame Inseln, weiße Strände und ein blaues Meer. Orte, die man zuvor nur im Fernsehen oder in Broschüren gesehen hat. Auch bei den Schnorchelgängen tauchte man in die Welt von „Findet Nemo“ ein und neben zahlreichen Fischen in allen Farben, trafen man auf Schildkröten und kleine Riffhaie.

Die Abende ließen wir dann mit einem kühlen Bier und einem gemütlichen Beisammensein an Deck ausklingen. Natürlich blieb auch die Gitarrenmusik nicht aus. Ein Leben, an das man sich gewöhnen könnte. Nach drei Tagen ging es dann wieder an Land und der Trip wurde mit einer „Afterboats-Party“ abgerundet. Da fast alle Backpacker die Küste „hoch“ reisen, sieht man wirklich überall die gleichen Gesichter und es gibt oft ein fröhliches spontanes Wiedersehen. Unsere letzte Tour ging auf die Insel „magnetic Island“, die mit den vielen Palmen und schönen Buchten das typische Inselleben verkörperte.

Hostel war direkt am Meer

Unser Hostel war direkt am Meer gelegen und man musste sich nur entscheiden, ob man den Tag am Strand, am Pool oder einfach in einer Hängematte verbringen wollte. Für uns hieß es einfach nur Entspannen im Paradies. Als Highlight der Insel gilt die „Koala Sanctuary“, wo man Schildkröten, Babykrokodile, Kakadus, Echsen und eben Koalas auf den Arm nehmen und streicheln kann. Zudem laufen die Wallabys überall frei herum.

Die Zeit hier werden wir niemals vergessen und die Lebenserfahrungen, die wir hier gesammelt haben, sind durch nichts zu ersetzen.