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Soul Invaders feierten in...

Schnörkeloser Power-Rock zum Fest

23.12.2007 | 16:31 Uhr
Schnörkeloser Power-Rock zum Fest

Wo andere Bands sich hinter einem Heer an Effektgeräten, ausgetüftelten Samples und Imagekonzepten verbarrikadieren, gibt es bei den Hagenern von den „Soul Invaders” schnörkellosen Raw-Power-Rock, der sich gewaschen hat - und das seit zehn Jahren.

Gefeiert wurde das Bestehen der Band am Samstagabend im Kulturzentrum Pelmke. Und in die Reihe der Gratulanten hatten sich einige Bands eingereiht, die Kaktus, Hedl, Stachl und Asi schon seit Jahren begleiten - und mit denen die „Soul Invaders”eine lange Freundschaft verbindet. „Hengstparade” zum Beispiel, die den Abend musikalisch eröffneten.  Es war ein witziger Auftritt der Männer um „Bill Hengst”, die schon bei ihrem Pelmke-Auftritt im April als Vorband der „Columbian Neckties” eine gute Figur machten. Auch „Misfit Society” ließen bei ihrem Geburtstagsständchen mit knalligen Hardcore-Shoutern keine Wünsche übrig und spielten sogar einige neue Stücke. Die Osnabrücker Streetpunk-Legende „Hirnsäule” legte den charmantesten Auftritt hin. Brachial, ungezwungen und kleine Verspieler brachten weder die Band, noch das Publikum aus dem Konzept. Die „Silly Encores” ließen es da melodischer, aber auch eine Spur langsamer auf der Bühne angehen. Fast könnte man von „der Ruhe vor dem Sturm” sprechen. Richtig rau wurde es nämlich als die vier „Soul Invaders” auf die Bühne gingen. Schon beim ersten Takt brachen alle Dämme, Bierfontänen schossen aus dem Publikum gen Bühne, der Mischer drehte nochmal am Laustärkeregler und in den ersten Reihen vor der Bühne war die Stimmung völlig enthemmt.

Partypackzur Feierdes Tages 

Es waren allerhand bekannte Gesichter der Hagener Musikszene zu sehen, die nicht nur zu dem engen Freundeskreis von Hedl, Stachl, Asi und Kaktus zählen, sondern die auch schon gemeinsam mit der Truppe so manche Bühne be-rockt haben. Die „Geburtstagskinder” hatten sich zur Feier des Tages ein „Partypack” gegönnt, das aus einer aufwändigen Vinylscheibe mit alten und neuen Stücken, einem Heft mit „Liner Notes” und allerhand gut gemachtem Kleinkram besteht, das auch im Comic-Zentrum an der Schwenke erhältlich ist. Die „Soul Invaders” ließen es richtig krachen, bei Songs wie „Out with the boys” wurde klar, dass die Combo in den zehn Jahren ihres Bestehens kein Stück von ihrem Biss verloren hat. Wie die „Liner Notes” im Begleitheft des "Partypacks" (aus der Feder des langjährigen Bandfreundes „Öko”) es treffend auf den Punkt bringen: „[...] mögen die Soul Invaders noch Ewigkeiten ihr erlesenes Publikum mit Raw-Power-Rock nach alter Väter Sitte verzaubern.” Dem wäre nichts mehr hinzuzufügen...

Martin von Hadel

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