Schlossspielleiter Weberg lässt die Hexen los

Dario Weberg, Maria-Theresia Konder und Dr. Peter Schütze (von links) stellen das Schlossspielprogramm vor.
Dario Weberg, Maria-Theresia Konder und Dr. Peter Schütze (von links) stellen das Schlossspielprogramm vor.
Foto: WP
Dario Weberg hat „Die Hexenjagd“ von Arthur Miller für die Spielzeit 2015 ausgesucht

Hohenlimburg..  Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Moderne. Das wollte Dario Weberg, neuer Intendant der Hohenlimburger Schlossspiele, weiter pflegen und auch mit seinen Ideen und seinen Inspirationen thematisch unter dem Titel „Alles bleibt anders“ am neuen Spielort im Lindenhof und im historischen Schlossrestaurant mit der bewährten Mannschaft miteinander verweben.

Doch dann wurde es im wahren Sinne des Wortes anders. Denn mit Wolfgang Schwericke verstarb im Mai ein Mitgestalter und auch ein Akteur des Programms, der in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten auch Schlossspielgeschichte geschrieben hat. Und auch in diesem Jahr wollte Wolfgang Schwericke zusammen mit seinen kongenialen Partnern Luisa Ortu, Stella Vozdanszky und Damian Copp im historischen Schlossrestaurant auftreten: „Mamma langsam“.

In Erinnerung an diesen großartigen Menschen und Musiker wird dieses Konzert nicht abgesagt, sondern in anderer Form stattfinden.

Eine wahre Geschichte

Ansonsten stand beim gestrigen Pressegespräch natürlich das Schauspiel der Spielzeit 2015 im Mittelpunkt. Dario Weberg hat, auch in Anlehnung an Schloss Hohenlimburg, „Die Hexenjagd“ von Arthur Miller ausgesucht. Die Handlung spielt im Jahr 1692 in Massachusetts und passt trefflich zur Höhenburg. „Eine wahre Geschichte“, betont der neue Schlossspielleiter, „die zeigt, dass auch unsere Gesellschaft trotz aller Weiterentwicklungen nicht vor Massenhysterie, Angst und Verblendung gefeit ist. IS-Terror, Pegida oder Shitstorms in den sozialen Netzwerken sprechen aktuell eine deutliche Sprache.“

In den Hauptrollen sind u.a. Lars Lienen, Indra Janorschke und Ariane Raspe zu sehen. Und auch Dr. Peter Schütze, seit Ende der 80er Jahre den Schlossspielen nicht nur als Schlossspielleiter eng verbunden, übernimmt eine tragende Rolle.

Eröffnet werden die Schlossspiele durch die heimische Rockformation „Fernsucht“, die am 14. August den Lindenhof rockt.