Scheune in Garenfeld komplett niedergebrannt
15.11.2009 | 16:50 Uhr 2009-11-15T16:50:00+0100
Hagen. In Garenfeld ist am Sonntagmorgen eine Scheune niedergebrannt. Die Feuerwehr kämpfte mehr als dreieinhalb Stunden, bis sie den Brand unter Kontrolle hatte. Die Löscharbeiten dauerten bis zum späten Sonntagnachmittag an. Der Sachschaden wird auf 250 000 Euro geschätzt.
In der Scheune waren Arbeitsmaschinen, Brennholz und Heuballen gelagert. Menschen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden.
Um kurz vor 2 Uhr geht am Sonntagmorgen der Notruf in der Leitstelle der Hagener Feuerwehr ein: Großbrand in Garenfeld. Mit 80 Mann rückt die Feuerwehr aus. Als die Wehrleute am Einsatzort an der Westhofener Straße eintreffen, steht das Gebäude komplett in Flammen. Den Feuerwehrleuten steht eine lange Nacht bevor.
Pferde gerettet
Zu diesem Zeitpunkt hockt Michael Lehmann bereits erschöpft in seinem Wagen unmittelbar in der Nähe des Brandortes. Mit seiner Frau Petra hatte er am Abend die Feier der Rockergruppierung Badidos in Schwerte besucht. Petra und Michael Lehmann sind mit dem Auto unterwegs nach Hause Richtung Hagen als sie aus der Ferne die lodernden Flammen sehen.
Als sie am Brandort ankommen, sehen sie unmittelbar neben der Scheune einige Pferde auf einer Koppel. „Die Tiere waren regelrecht in Panik”, beschreibt Petra Lehmann die Situation. Ihr Mann Michael zögert keine Sekunde und stürmt Richtung Koppel. Er versucht die Pfosten aus der Erde zu schlagen, um die Tiere aus dem Gatter befreien zu können. Nur einige Meter weiter wütet das Feuer. Die Hitze dringt bis zur Pferdekoppel; dem Nachtplatz der Tiere. Ein etwa 60-jährige Garenfelder eilt zu Hilfe. Mit vereinten Kräften reißen beide den Zaun nieder und befreien die Pferde aus ihrem Gefängnis. Die Tiere galoppieren aus der Umzäunung auf eine größere Pferdekoppel, die deutlich weiter vom Ort des Feuers entfernt liegt. „Mein Mann war nachher total erschöpft”, erzählt Petra Lehmann, „man wusste ja auch nicht, wie die Pferde reagieren, wenn sie aus der Koppel herauskommen. Wir haben bestimmt auch ein bisschen Glück gehabt, dass nichts passiert ist”. Bei der Befreiungsaktion verletzte sich der Helfer aus Garenfeld leicht. Ein Teil der Umzäunung traf ihn beim Einreißen der Pfosten am Rücken.
Brandsachverständiger sucht Ursache
Unterdessen kämpften die 80 Hagener Feuerwehrleute gegen die Flammen. Gegen 5.30 Uhr ist der Brand schließlich unter Kontrolle; die Scheine freilich ist nur noch eine Ruine. Da die Stahlkonstruktion einzustürzen droht, können die letzten Brandnester im Inneren der Scheune nur von Außen bekämpft werden. Dutzende Heuballen müssen mit einem Ladekran Stück für Stück aus der Scheune gehoben werden, um dann die Glutnester, die sich tief ins Innere der Ballen gefressen haben, zu löschen. Der Feuerwehreinsatz wird erst am Sonntagnachmittag beendet.
Die Brandursache war gestern Abend noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Montag wird ein Brandsachverständiger den Ort in Augenschein nehmen.
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