Schachverein muss Bauvorhaben weichen

Im Martin-Luther-Haus erfolgen Umbaumaßnahmen.
Im Martin-Luther-Haus erfolgen Umbaumaßnahmen.
Foto: Christian Rasche

Hohenlimburg..  Seit vielen Jahren ist der Schachverein Turm Hohenlimburg in den Räumen des Martin-Luther-Hauses an der Limburger Freiheit beheimatet. Völlig überraschend kündigte die lutherische Kirchengemeinde jüngst das Mietverhältnis und setzte damit 36 Jugendliche schachmatt.

Der Pfarrer und Vorsitzende des Presbyteriums Johannes Bevers begründete diese Maßnahme in einem Schreiben damit, dass ab dem 1. Juni kein Hausmeister mehr zur Verfügung stehe.

Neues Domizil im Hochschulviertel

„Eine Alternative hat man uns nicht angeboten. Ich habe etliche Gespräche geführt, konnte jedoch zunächst keine neue Unterkunft finden“, erklärte der Vorsitzende des Schachvereins Peter Herröder, der erst vor wenigen Tagen fündig wurde.

In letzter Konsequenz bedeutet dies nun, dass der Hohenlimburger Schachverein ein neues Domizil auf Hagener Gebiet bezieht. Genauer gesagt an der Lützowstraße 125 in der Hagenschule.

„Wir können dort unseren Spielbetrieb fortführen. Allerdings halte ich auch weiterhin die Augen nach Räumlichkeiten auf“, erklärte Herröder.

„Wir haben keine Möglichkeit gehabt, den Verein in anderen kirchlichen Räumlichkeiten unterzubringen, da wir selbst komplett belegt sind. Der Verein könnte sich jedoch auch an den Bauverein wenden“, so Pfarrer Bevers, der im Gespräch mit dieser Zeitung verriet, dass man zukünftig noch andere Pläne mit dem Martin-Luther-Haus habe.

„Im Erdgeschoss soll die Sonnenapotheke von Gabriela Vespermann einziehen. Zukünftig werden Umbaumaßnahmen in den oberen drei Etagen stattfinden, um dort neue Mieter unterzubringen“, so Bevers, der betonte, dass man auf die Mieteinnahmen angewiesen sei.

Derzeit trifft sich noch eine Seniorengruppe der Gemeinde im Martin-Luther-Haus. Diese werde jedoch mit Beginn der Umbaumaßnahmen auch neue Räume beziehen müssen.

Baubeginn noch nicht bekannt

Zu den Planungen und einem möglichen Baubeginn gab Bevers keine Stellungnahme ab. Gegenwärtig ist die Immobilie von einem Baugerüst umgeben. Verantwortlich für die Durchführung der Umbaumaßnahmen ist das Architekturbüro von Michael Rabe.

„Die Planungen laufen bereits. Allerdings müssen diese zunächst durch die kirchlichen Gremien laufen, so dass wir zum aktuellen Stand und den Vorhaben der Kirche keine offiziellen Auskünfte erteilen“, hieß es auf Nachfrage dieser Zeitung. Ziel sei es, das Gebäude einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Neuer Standort birgt Vorteile

Für den Schachverein birgt die (Zwangs-)Umsiedlung auch etwas Gutes. Denn der neue Standort im Hochschulviertel liegt zentral – genau zwischen Hagen und Hohenlimburg.

Einige Mitglieder kommen aus Hagen, so dass sie künftig kürzere Wege haben werden, um ihrem Sport nachzugehen. Möglicherweise ergibt sich aufgrund der zentralen Lage auch ein Zuwachs an Mitgliedern.