Sauer: Trotz Niederlage beste Leistung

Frauenfußball, Landesliga: SV Hohenlimburg 1910 – SC Dorstfeld 2:3 (1:2)..  Unter keinem guten Stern stand diese Partie, starb doch einen Tag zuvor der ehemalige Coach bei der Zehner Frauen-Abteilung Franz Quirin (diese Zeitung berichtete). Tochter Selina stellte sich aber dennoch zur Verfügung, vertrat sogar Vanessa Westhölter zwischen den Pfosten.

„Bis auf das Ergebnis habe ich wenig zu kritisieren“, fasste SV 1910-Co-Trainer Christian Sauer zusammen. Er bewertete die Partie sogar als beste Saisonleistung. „Das Team hat gut gespielt. Wir haben uns fünf bis sechs hochkarätige Chancen herausgespielt, leider durch kleine Fehler die Gegentore kassiert.“

Team noch Zeit geben

Diese Fehler müssen die Zehnerinnen in Zukunft abstellen, aber da ist die Mannschaft auch auf dem besten Weg. „Die Truppe ist jung, hat ein Durchschnittsalter von 19 Jahren. Ein bisschen Zeit muss man ihr schon noch geben.“

Nach einem Doppelschlag von Elena Schmidt (14./18.) liefen die Gastgeberinnen schnell einem Rückstand hinterher. Drei Minuten vor der Pause erzielte Pascale Kampczyk den Anschlusstreffer nach einer Einzelleistung. Immer wieder eroberte sie sich den Ball zurück, ließ zwei Gegenspielerinnen und die Torhüterin des SC aussteigen.

Nach dem Wiederanpfiff waren die Zehnerinnen noch nicht richtig auf dem Platz, als Naomi Densing nur eine Minute nach dem Seitenwechsel das 3:1 für Dorstfeld markierte.

Dann wurde es für den SV 1910 natürlich richtig schwer. Einige Möglichkeiten aus dem Spiel heraus ließen sie liegen, jedoch gelang Nurnisa Hocaoglu in Minute 51 – wiederum nach einer Einzelleistung – das 2:3. „Die meisten Tore erzielen wir nach Einzelleistungen, nicht aus dem Spiel heraus. Obwohl wir viele Möglichkeiten herausspielen“, so Christian Sauer.

In der Folgezeit wäre ein Remis auf jeden Fall gerecht gewesen, aber der letzte Pass in die Schnittstelle kam oftmals nicht an.

SV 1910: Quirin, Schaefers, Kunze, Körfer, Celik, Biel (69. Sube), Faßmann, Walter, Pleschke, Kampczyk, Coskan (46. Hocaoglu, 69. Scichilone).