Runder Tisch vorbildlich

Flüchtlinge vor Ort. DGB und VHS Hagen hatten in das Kulturzentrum Pelmke zu einer Veranstaltung zum Thema „Pegida“ mit dem Referenten Mark Haarfeldt eingeladen. Dieser beleuchtete für die Gäste u. a. Ursachen für die Gründung, Ablauf und Struktur der Veranstaltungen in Dresden, die Änderung im Außenauftritt seit dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und gab Informationen zu den Organisatoren sowie die „Ableger“ in NRW. Nach dem informativen, differenzierten Vortrag bestand die Möglichkeit, sich in einer Diskussion mit dem Referenten auszutauschen. Dabei kam es aus dem Kreis der Besucher zu erschreckenden Äußerungen.

In eindrucksvollem Gegensatz dazu stand das Treffen „Runder Tisch Flüchtlinge vor Ort“ im Ratssaal Hohenlimburg. Auf Einladung des Fachbereiches Jugend und Soziales hatten sich am Montagnachmittag Vertreter aus deutschen wie türkischen Sportvereinen, Kirchen/Moschee, konfessionellen Organisationen, Verwaltung und Politik an einen Tisch gesetzt, um darüber zu sprechen, wie die akut notwendige Hilfe wirkungsvoll geleistet werden kann. Dabei ging es nicht nur um die Dinge des täglichen Bedarfs wie Kleidung oder um Hilfestellung bei Behördengängen. Die Teilnehmer machten sich auch Gedanken darüber, wie es gelingen kann, die Ankömmlinge aus ihrer Isolation herauszuholen, zum Beispiel durch den Sport.

Auf dem Etikett stand zwar „Runder Tisch Flüchtlinge“. Darin enthalten aber war „Menschen teilen mit Menschen“, und das ist über alle Glaubens- oder Ideologiegrenzen hinweg eine zutiefst humanitäre Haltung.

Karin Nigbur-Martini, Mitglied der Bezirksvertretung Hohenlimburg