Runder Tisch und Anwohner-Info

Hohenlimburg..  Die Doppelimmobilie an der Wilhelmstraße / Unternahmer Straße ist ins Blickfeld der Stadt Hagen und somit auch der Zuwanderungsberatungsstelle der Diakonie Mark-Ruhr gerückt. Dort sollen in den kommenden Wochen ca. achtzig Flüchtlinge untergebracht werden. Zusätzlich hat ein privater Immobilienbesitzer vom Schlossblick der Stadt Hagen ein Sechsfamilienhaus angeboten. Darüber hinaus ist die Regenbogenschule in den Fokus der städtischen Planer geraten.

Denn der Bedarf, geeigneten Wohnraum im gesamten Stadtgebiet zu finden, ist groß. Denn bis zum Jahresende muss Hagen weitere 400 Flüchtlinge aufnehmen, so dass die Gesamtzahl auf eintausend steigt.

Weil aber in der Innenstadt sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft sind, richtet sich der Blick jetzt nach Hohenlimburg. Aus diesem Grund soll am kommenden Montag im Hohenlimburger Rathaus ein runder Tisch stattfinden. Daran sollen die Mitglieder der Verwaltung, der Politik, der Kirchen und der (Sport-)Vereine und Verbände sitzen, um die weitere Vorgehensweise zu beraten und eine Willkommenskultur zu schaffen.

Anschließend sollen für die Bevölkerung die Immobilien vorgestellt und die weitere Vorgehensweise erörtert werden. Denn Verständnis für die Situation der Flüchtlinge zu schaffen, eine gesunde Basis für ein Miteinander zu erwirken, ist Heike Spielmann von der Zuwanderungsberatungsstelle sehr wichtig.

Plätze in Tagesstätten schaffen

Rund ein Drittel der Flüchtlinge ist nämlich keine 18 Jahre alt, geht noch zur Schule oder besucht eine Kindertagesstätte. Aus diesem Grund sollen auch in den Hohenlimburger Kindertagesstätten Plätze freigehalten oder möglicherweise aufgesattelt werden, um die Mädchen und Jungen aufzunehmen, obwohl die Anmeldefristen längst abgelaufen sind. „Wer im November oder Dezember als Flüchtling nach Hagen kommt, kann sich nicht im September anmelden“, so Spielmann, die im gestrigen Pressegespräch mit den Mitgliedern der CDU Hohenlimburg deutlich machte, dass rund 40 Prozent der Flüchtlinge traumatisiert sind und deshalb therapeutisch betreut werden müssen.

Sachspenden kann die Flüchtlingsstelle der Diakonie gegenwärtig nicht entgegen nehmen. Deshalb setzt Heike Spielmann auf die Kooperationsbereitschaft der Caritas Hohenlimburg mit der bewährten Kleiderkammer, oder auch auf die Mitarbeiter des Werkhofes, die Möbelspenden entgegennehmen, gegebenenfalls aufarbeiten und möglicherweise einlagern.

Kegelgeld von der CDU

Deshalb waren die 605 Euro, die Willi Strüwer, Ortsunionsvorsitzender, gestern überreichte, eine willkommene Finanzspritze, die in die kommenden Aufgaben einfließen soll. Dieser Betrag wurde am 29. Dezember im Restaurant / Hotel Der Bentheimer erkegelt und durch Spenden aufgestockt. In 42 Jahren hat die Ortsunion nunmehr 28 000 Euro für den karitativen Zweck eingespielt.