Rum vom Heimatverein und eine feurige Ariane Raspe

Hohenlimburg..  Traditionell startet der Hohenlimburger Heimatverein mit einem gemütlichen Feuerzangenbowle-Abend in das neue Jahr. Unter dem Motto „Rotwein, Rum und Dichterworte“ versammelten sich einmal mehr fast 70 Mitglieder und Gäste in den Räumen der reformierten Kirchengemeinde.

Folkert Schuerhoff und Rafaela Habicht „brauten“ das winterliche Getränk mit viel Liebe: aber vor allem mit viel Rum. Im abgedunkelten Gemeindesaal wurde der Zuckerhut mit dem hochprozentigen Getränk übergossen und dann entzündet. Der Duft von Rotwein, Nelken und Orangenscheiben waberte fortan durch alle Räumlichkeiten.

Winfried Törnig vom Hohenlimburger Schützenverein eröffnete das offizielle Abendprogramm mit einer kurzen musikalischen Einlage, ehe Schauspielerin Ariane Raspe zur Höchstform auflief. Sie ersetzte den neuen künstlerischen Leiter der Hohenlimburger Schlossspiele Dario Weberg, der sein Kommen im Vorfeld hatte absagen müssen.

Liebe, Leid und Tod

Als Schauspielerin agiert die 38-Jährige nicht nur auf Theaterbühnen, sondern stand unter anderem auch schon beim TV-Format „Stromberg“ mit Christoph-Maria Herbst vor der Kamera.

Am Freitagabend zeigte sie einen Querschnitt aus ihrem Programm „Ich lach mich tot“, das mit Chansons und Sketchen gespickt war. Sie verarbeitete Musik von Friedrich Hollaender, Texte von Kurt Tucholsky und würzte diese mit ihrem eigenen Gedankengut, was beim Publikum bestens ankam und mit viel Applaus bedacht wurde.

„Eigentlich geht es in dem Stück um das Lieben und das Leiden bis hin zum Tod. Den Tod spare ich heute Abend mal aus“, schmunzelte Raspe, die den Auftritt sichtlich genoss. Sie kündigte an, auch bei den kommenden Schlossspielen zum Ensemble zu gehören.

Erfreut zeigte sich der Heimatvereinsvorsitzende Widbert Felka darüber, dass nicht nur Vereinsmitglieder dem Abend beiwohnten, sondern auch einige Gäste den Weg zur reformierten Kirche fanden.