Rücksichtnahme auf Nachbarn ist beim Grillen Pflicht

Hagen..  Jetzt hat für viele Menschen die fünfte Jahreszeit – die Grillsaison – begonnen. Aber wer nicht auf einem Bauernhof auf der grünen Wiese wohnt oder zumindest über ein großes Grundstück verfügt, der muss viele Dinge beachten, um sich keinen Ärger einzuhandeln. Darauf weist der Mieterverein Hagen hin.

Regel Nr. 1: Niemand darf durch das Grillen zu Schaden kommen oder unzumutbar belästigt werden. Was zumutbar ist, darüber streiten sich die Beteiligten allerdings oft genug vor den Gerichten. Es spielt übrigens keine Rolle, ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten die Holzkohle entzündet wird. Ein Hauseigentümer hat genauso Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen wie ein Mieter.

Klärende Gespräche helfen

Franz Michalek, Vertragsanwalt des Mietervereins und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, stellt klar: „Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass Mieter überhaupt nicht grillen dürfen! Es sei denn, dies ist ausdrücklich im Mietvertrag so festgelegt.Was Häufigkeit und Dauer dieses Freizeitvergnügens betrifft, haben wir in NRW eine Rechtsprechung, die in ihrer Uneinheitlichkeit einer Farbpalette oder einem Flickenteppich ähnelt!“

Der Mieterverein Hagen empfiehlt daher, ein grundsätzlich klärendes Gespräch mit dem Vermieter zu führen.

Das bedeutet aber nicht, dass man nach dessen Zustimmung den Grill ohne Rücksicht auf Mitbewohner und Nachbarn anwerfen kann, so der Mieterverein weiter.