Reiner Hänsch begeistert mit 100000 Tacken

Ließ den Werkhof beben: Reiner Hänsch
Ließ den Werkhof beben: Reiner Hänsch
Foto: Lea Nettekoven
Was wir bereits wissen
Nach zehn Jahren kehrte er nach Hohenlimburg zurück. Dieses Mal nicht als Musiker mit seiner Band „Zoff“, sondern als Autor. Reiner Haensch stellt sein Buch „100 000 Tacken“ vor.

Hohenlimburg..  Familie Knippschild ist zurück! Aufregend, verrückt und total chaotisch schlägt sich die Sauerland-Familie mit einer neuen Geschichte durchs Leben.

Musiker, Produzent, Autor und Comedian Reiner Hänsch präsentierte jetzt im Werkhof seinen neuen Roman. Den dritten. Mit dem Titel „100 000 Tacken“.

Bereits der zweite Roman „Die Faxen dicke“ handelte von Alex Knippschild und seiner Familie aus dem Sauerland und ihrer aberwitzigen Urlaubsauszeit in Thailand. Nun gibt es einmal mehr über sie zu berichten. Denn in dem neuen Buch haben sie geerbt. Von Onkel Günther. Und was nun machen mit 100 000 Tacken? Alex hat eine ganz wunderbare Idee: ein Mietshaus kaufen. Und damit fängt der ganze Schlamassel erst so richtig an. Für die Familie das Grauen, für die Zuhörer der Lesung ein Fest.

Zurück zu seinem Ursprung ging der bekannte Musiker. Denn in Hohenlimburg, besser in Oege, hatte er vor Jahren im Rockpalast seine Karriere mit seiner Band Zoff gestartet.

Perfektes Kopfkino geboten

Mit einem eigenen Buch war der Autor jedoch noch nicht unterm Schlossberg zu Gast. Ein längst überfällige Abstecher somit nach zehnjähriger Pause, in jene Stadt zu kommen, in der einst (fast) alles begann. Der Werkhof und die Zuschauer waren froh, den nun in Varel lebenden Künstler als Gast zu haben. Denn trotz der vergangenen Jahre war „man“ sich noch irgendwie bekannt.

Es war keine Lesung im eigentlichen Sinne. Vielmehr war es ein Drittel Comedy, ein Drittel Rezitation aus seinem Buch und ein Drittel Musik. Alles ganz locker und in entspannter Atmosphäre.

Perfektes Kopfkino

Immer wieder mit der Gitarre in der Hand, erzählte Hänsch verrückte Episoden aus seinem Leben. Dann tauchte er mit dem Publikum gemeinsam in die neuen Abenteuer der Familie Knippschild ein. Diese hat (natürlich) kein Glück mit dem gekauften Objekt. Es entpuppt sich als marodes Gebäude, in dem „alle Welt zu wohnen scheint“.

Hierbei hat er dem Publikum perfektes Kopfkino geboten. Begeisternder Humor von Reiner Hänsch, der mit großer Professionalität die verschiedenen Nationalitäten imitierte und amüsant aufs Korn nahm.