Reiches Hagen, arme Stadt
18.02.2009 | 17:40 Uhr 2009-02-18T17:40:00+0100Der Ruf der Stadt, sofern es um die finanzielle Situation geht, ist miserabel.
Dabei wird in Hagen immer noch gut verdient. Und es werden immer noch gute Geschäfte gemacht. Was der Vergleich des Steueraufkommens belegt. Pro Kopf wurden 2008 in Hagen 5059 Euro Steuern eingenommen, im Bereich des Finanzamts Schwelm (u. a. mit Breckerfeld und Ennepetal) 4848, in Dortmund 3893, in Witten (mit Herdecke und Wetter) 3717 und in Iserlohn 3336 Euro.
Ein Spitzenplatz also für Hagen. Der aber so gar nicht mit der Schuldenmisere der Stadt harmoniert. Was auch daran liegt, dass von den hier erhobenen Steuern kaum etwas in der Stadtkasse ankommt.
Eine Finanzreform wäre demnach nicht schädlich.
13:44
verzocktes Geld hat wenig mit laufendem Haushalt zu tun. Einzig vielleicht die Zinslast von etwa 2 Millionen, die aus der Zockerei resultieren.
Somit ist dies zwar sehr sehr ärgerlich, aber keinesfalls der grund für die Finanzierungsmisere.
Fakt ist, dass Hagen durch Gewerbesteuerumlage 20 Millionen pro Jahr verliert. Damit werden dann z.B. fiskalisch arme Städte, die aber eigentlich recht wohlhabend sind, subventioniert.
Erhellend, dass Duisburg und Oberhausen, die anderen Armenhäuser, ebenso unter der Gewerbesteuerumlage leiden wie Hagen.
11:09
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jo, die haben ja auch im Stadtrat (Kämmerer) mit den Steuern gezockt wie auf der Hohensyburg!
und nu gucken se doof aus der Wäsche und wissen den Haushalt nicht zu ordnen.
Geld verzockt - arme Stadt - Rat dank ab!
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16:39
Im Artikel steht:
Was auch daran liegt, dass von den hier erhobenen Steuern kaum etwas in der Stadtkasse ankommt.
Meine Frage:
Wo kommt das ganze Geld eigentlich an?
11:53
Was bitte ist eine Finanzreform? Ein Landes- oder Bundesgesetz, das den Kommunen mehr von den eingenommenen Steuern uebrig laesst? Wozu?
Anscheinend hat sich in Hagen immer noch nicht herumgesprochen, dass ein solch katastrophaler Haushalt nicht das Ergebnis einer verfehlten Steuerpolitik in Bund und Laendern ist, sondern das einer miserablen kommunalen Ausgabenpolitik.