Reformierte Kirche ist heute für trauernde Bürger geöffnet

Hohenlimburg..  Der Flugzeugabsturz in den französischen Alpen sorgt aktuell für bundesweite Betroffenheit und Anteilnahme. Auch in Hohenlimburg ist die Fassungslosigkeit groß. Deshalb öffnet Pfarrerin Dr. Tabea Esch am heutigen Samstag von 11 Uhr bis 12 Uhr die reformierte Kirche, damit trauernde Bürger Trost finden können.
Was haben Sie für heute geplant?
Tabea Esch: Ich glaube, dass es wichtig ist, den Menschen einen Ort zu bieten, an dem sie ihrer Trauer Raum geben können. Es besteht die Möglichkeit, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen oder zu beten. Eventuell singen wir gemeinsam einige Lieder. Ein Gottesdienst soll es jedoch nicht sein. Deshalb ist es nicht schlimm, wenn man später kommt. Mir ist wichtig, dass jeder Bürger heute Gelegenheit hat, seiner Trauer Raum zu geben.


Wie kann Kirche den Betroffenen helfen?
Unsere Kirche soll ein Ort sein, wo jeder seinen persönlichen Fragen nachgehen kann. Das gemeinsame Gespräch kann dabei helfen, die Ratlosigkeit zu überwinden. Darüber hinaus geht es auch um die Frage, wie man mit Trauer umgehen kann. Ich möchte aber gar nicht viel reden. Denn es geht ausschließlich um die Bürger, die den Wunsch verspüren, in die Kirche zu gehen, um dort ihrer Anteilnahme Ausdruck zu verleihen.

Warum sorgt dieses Unglück Ihrer Meinung nach für mehr Betroffenheit in der Bevölkerung als andere Katastrophen?

Die Tragik liegt in der Weite des Umfeldes. Viele Schülerinnen und Schüler sind ums Leben gekommen. Viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Da liegt es nahe, dass es einige Menschen gibt, die zu den Verstorbenen oder deren Familien Kontakt hatten. Genau deshalb möchte ich, dass wir unsere Kirche für alle öffnen. Jeder ist willkommen.