Rat soll ausbeuterische Kinderarbeit ächten
16.01.2009 | 17:00 Uhr 2009-01-16T17:00:00+0100Breckerfeld. (OE) Der ökumenische Arbeitskreis Dritte Welt der beiden Jakobus-Gemeinden der Hansestadt arbeitet bereits seit 20 Jahren dafür, auf die Situation in Entwicklungsländern aufmerksam zu machen.
Durch die jährliche Aktion „Wandern für die Andern” werden Projekte der beiden großen christlichen Hilfswerke „Brot für die Welt” und „Misereor” finanziell unterstützt, und der wöchentliche Verkauf fair gehandelter Ware kommt Bauern und Handwerkern in der Dritten Welt zugute.
Anlässlich der „Kulturhauptstadt 2010” haben sich jetzt die Arbeitskreise Dritte Welt aus den 53 Kulturhauptstadt-Gemeinden zu einem „Netzwerk Faire Kulturhauptstadt 2010” zusammengeschlossen, dem auch die ev. und die kath. Kirche angehören. In einem Appell hat das Netzwerk nun die Räte der Kommunen in der Region aufgefordert, ein Zeichen gegen Kinderarbeit zu setzen. Bis 2010 sollen die Gemeinden einer „Magna Charta Ruhr 2010” beitreten, in der sich die Kommunen verpflichten, bei ihren Beschaffungen auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten.
Der Breckerfelder Arbeitskreis Dritte Welt hat jetzt in einem Schreiben den Rat der Stadt Breckerfeld gebeten, dieser Charta beizutreten. Beigefügt ist eine Information, welche Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen könnten. Genannt werden unter anderem Sportartikel, Spielwaren, Teppiche, Textilien, Pflastersteine, Produkte aus Holz, Agrarprodukte, elektronische Bauteile und Fertigprodukte. Anbieter von Beschaffungsgütern sollen per Unterschrift versichern, dass ihre Produkte nicht betroffen sind.
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