Räuberbande nach 11 Überfällen festgenommen

Bei ihren Überfällen benutzten die Räuber u.a. dieses Messer.
Bei ihren Überfällen benutzten die Räuber u.a. dieses Messer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine Ermittlungsgruppe der Kripo unter Leitung von Hauptkommissar Wolfgang Höger verhaftete in dieser Woche vier Männer, die für elf Überfälle in Hagen verantwortlich gemacht werden.

Hagen.. Zwei Tage nach der Festnahme der Fahrrad-Räuber ist der Polizei erneut ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen gelungen. Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe der Kripo unter Leitung von Hauptkommissar Wolfgang Höger verhaftete in dieser Woche vier Männer zwischen 26 und 36 Jahren, die für elf Überfälle in Hagen verantwortlich gemacht werden.

Innerhalb eines Monats – zwischen dem 8. Dezember und dem 8. Januar – überfielen die Räuber mehrere Spielotheken an der Lange und der Körnerstraße, die Berghof-Apotheke an der Kinkelstraße, das Sonnenstudio an der Elberfelder Straße und das Bekleidungsgeschäft Dolce Vita in der Neumarktstraße. Obwohl die vier Männer eine Bande bildeten und ihre Taten untereinander absprachen, führten sie die Überfälle meistens allein oder zu zweit aus.

Am helllichten Tage – häufig um die Mittagszeit – betraten sie das ausbaldowerte Geschäft, bedrohten die Angestellten mit einem Messer und forderten die Herausgabe von Geld. Einer der Täter zeichnete sich dadurch aus, dass er, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, auf den Tresen sprang. Dann ließen sich die Gangster den Kasseninhalt aushändigen oder griffen selbst in die Kasse.

Spielsucht finanziert

Nach Angaben der Polizei setzten die Räuber ihre Beute – insgesamt 7000 Euro – in Rauschgift um oder finanzierten davon ihre Spielsucht. Einen eigentlichen Anführer gab es nicht, wenngleich die Taten innerhalb der Bande abgesprochen worden seien, so ein Polizeisprecher.

Der letzte Überfall ereignete sich am Donnerstag vergangener Woche auf das Sonnenstudio. „Ich bin sehr froh, dass die an der Ermittlungen beteiligten Beamten so schnell zum Ziel gekommen sind“, zeigte sich Hauptkommissar Peter Carl, Leiter des zuständigen Kommissariats, erleichtert.