Q-Park reagiert auf Kritik wegen Tiefgaragen-Chaos in Hagen

Die Q-Park Tiefgarage auf der Springe.
Die Q-Park Tiefgarage auf der Springe.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach mehrfachem Park-Chaos in der Tiefgarage am Theater-Karee und Preis-Irritationen im Parkhaus an der Springe in Hagen nimmt der Betreiber Q-Park Stellung.

Hagen-Mitte.. Nach unserer Berichterstattung über die Silvesternacht, in der die Schranke der Q-Park-Tiefgarage am Theater-Karree über 100 Fahrzeugen die Ausfahrt verwehrte, meldeten sich viele Leser, die dort schon das Gleiche erlebt haben – und Besucher des Kinos auf der Springe.

Kritikpunkt dort: Häufig werde in der Tiefgarage unter dem Cinestar nicht der Kinotarif (2,50 Euro für sechs Stunden), sondern viel mehr abgerechnet. Betreiber Q-Park nimmt Stellung zur Kritik.

Hier, so heißt es bei Q-Park, biete man für Besucher einen gesonderten Theatertarif an. Dieser gelte von Montag bis Samstag, 18 bis 0 Uhr, sowie sonntags von 14 bis 0 Uhr und koste 4 Euro. Die Besucher müssten ihre Parktickets an einem dafür vorgesehenen Automaten (hinterm Haupteingang sofort rechts) rabattieren lassen.

Park-Chaos in der Silvesternacht

In der Silvesternacht sei das Park-Chaos in der Tiefgarage am Theaterkarree ausgebrochen, weil einige Theaterbesucher, die kostenloses Parken erwartet hätten, ihr Ticket nicht am Automaten im Theater entwertet hätten. Das habe dazu geführt, dass sich an der Ausfahrt eine Schlange gebildet habe, weil der Ticketnehmer (herbei geeilter Q-Park-Mitarbeiter) berechtigterweise eine Nachzahlung gefordert hätte. Dies habe zur Folge gehabt, dass andere in der Schlange wartende Fahrer aus der Ausfahrtkarenzzeit herausgefallen seien. Zwölf Nachzahlungen hätten den Verkehr lahm gelegt.

In der Redaktion waren Beschwerden eingegangen, dass nach Theatervorstellungen schon häufiger Chaos in der Tiefgarage am Theater-Karree geherrscht habe. Besucher Michael Plett aus Arnsberg hatte nach dem „Ball im Savoy“ – Ende am Silvesterabend etwa um 22.30 Uhr – noch eineinhalb Stunden in der Tiefgarage verbracht. Michael Berghaus aus Hohenlimburg berichtet, dass ihm auch schon mal vormittags die Ausfahrt verwehrt wurde. Und er war nicht als Theaterbesucher da. Ob es also an nicht-entwerteten Tickets oder an einem Systemfehler liegt? Zweiteres scheint auch wahrscheinlich zu sein.

Kinobesucher klagen über Parkpreis

Wegen den Preisen in der Tiefgarage unter der Springe gab es seit unserer Berichterstattung ebenfalls Beschwerden. Kinobesucher klagten, dass nicht der vergünstigte Tarif von 2,50 Euro für sechs Stunden abgerechnet werde, sondern mehr. Michael Fritz zum Beispiel musste nach einer Vorstellung – er hatte sein Ticket ordnungsgemäß am dafür vorgesehenen Automaten im Kino entwertet – 5,50 Euro bezahlen. „Und noch mehr Personen hatten anscheinend Probleme mit dem Preis“, sagt Fritz.

Parkhaus-Chaos Auf der Springe, so Q-Park, verhalte es sich genau wie am Theater. Der Sondertarif gelte nur für die vorgegebene Zeitspanne und bei korrekter Entwertung des Parktickets im Kinobereich. Darüber hinaus würden die regulären Tarife berechnet. Trotzdem machen viele Parkende andere Erfahrungen an der Springe und müssen höhere Beträge als nötig bezahlen.