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Bäm Bämm Bänds

Psychic Mind und Wahn Sinn räumen ab

07.02.2012 | 18:02 Uhr
Psychic Mind und Wahn Sinn räumen ab

Hagen.Fünf Bands, rund 150 Besucher und klasse Stimmung – das sind die Eckdaten des Schülerbandwettbewerbs „Bäm Bämm Bänds“, der am vergangenen Samstag im Kultopia über die Bühne ging.

Eingeladen waren Gruppen, die bisher erst ein paar Mal auf der Bühne standen. Die Jugendgruppe Monkeys hatte die Idee, den Schülern so ein Forum auf einer eingeführten Bühne zu geben. Im Nachhinein kann attestiert werden, dass sich dieser Ansatz gelohnt hat.

Die Hagener Jugendgruppe Monkeys organisierte den Schülerband-Wettbewerb Bäm Bämm Bänds. Psychic Mind

Die 150 Schüler im Publikum brachten beste Laune mit und gaben allen Bands eine ehrliche Chance. So fiel es „Driving better than Maggit“ als Opener auch nicht besonders schwer, die Teenies vor der Bühne in Wallung zu bekommen. Den Jungs war zwar deutlich anzumerken, dass die Bühne noch nicht ihr zweites Zuhause ist, doch mit Dauer des Auftritt gewann die ganze Nummer deutlich an Schwung. Gerade beim letzten Lied waren die Musiker im Kultopia angekommen und zauberten ein furioses Finale auf die Bühne.

Die Hagener Jugendgruppe Monkeys organisierte den Schülerband-Wettbewerb Bäm Bämm Bänds. Driving better than Maggit

Den Schwung nahm die zweite Kapelle des Abends gleich mit in ihren Gig. Wahn Sinn aus Hohenlimburg wirkten von Beginn an viel agiler auf der Bühne. Allerdings hatten die Jungs gewissermaßen einen Heimvorteil, hatten sie doch den größten Fanclub mitgebracht. Da fällt das Spiel mit dem Publikum – „Wir sind Wahn Sinn – ihr seid Wahnsinn – natürlich viel leichter. Die häufigen Instrumentenwechsel der Bandmitglieder sorgten zwar für mächtig Bewegung auf der Bühne, tat der musikalischen Performance aber nicht immer gut. Den Fans war es egal: Sie feierten ihre Jungs gebührend und verhalfen ihnen mit ihrem Votum zu einem ungefährdeten Sieg in Publikumswertung. Nun darf sich Wahn Sinn auf einen Auftritt beim nächsten Open-air des Kultopias freuen.

Mit Alicia lost her teeth betrat die einzige Dame des Abends die Bühne und spielten Mädchen-Pop-Rock mit deutlicher Tendenz zu rockigen Tönen; das ganze mit deutschen Texten. Leider gerieten einige Songs etwas langatmig und könnten frecher und mit etwas mehr Dampf präsentiert werden, doch unter dem Strich wusste auch Alicia das Publikum zu überzeugen.

Den Sänger mit der markantesten Stimme des Abends hatten The Prickly Porcupines in ihren Reihen. Ohnehin bot die Gruppe ein ziemlich reife, wenn auch etwas statische, Vorstellung. Einzig das Zusammenspiel hakte hier und da ein wenig. Dennoch haben die Porcupines ihr Potenzial deutlich unter Beweis gestellt.

Dass Psychic Mind den Abend beschließen würde, war im Vorfeld ausgelost worden. Losglück, denn das Quartett wirbelte von Beginn an über die Bühne. Wer bei der Ankündigung einer Speed-Metal-Band noch skeptisch war, wurde schleunigst eines Besseren belehrt. Psychic Mind präsentierten ein stimmiges Gesamtpaket: Grantiges Metal-Outfit, mächtig Energie auf der Bühne und ein bemerkenswerter Leadgitarristen. Das überzeugte Publikum und Jury gleichermaßen. Die Jury zeichnete die Band mit dem Jury Preis, ein Fotoshooting, aus und die Zuschauer wurden nicht müde, Zugaben zu fordern. Die blieb allerdings aus Zeitgründen aus. Dennoch gingen die Teenager zufrieden nach Hause: Es war ein runder Abend.

Von Björn Josten

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