Prüfen Sie mit uns, ob Ihre Miete stimmt – Hagener Tabellen

In unserer großen Serie „So wohnt Hagen“ haben unsere Leser heute die Gelegenheit zu überprüfen, ob ihre Miete angemessen ist oder nicht.
In unserer großen Serie „So wohnt Hagen“ haben unsere Leser heute die Gelegenheit zu überprüfen, ob ihre Miete angemessen ist oder nicht.
Foto: IHK
Was wir bereits wissen
Ist die Höhe Ihrer Miete angemessen? Zahlen Sie zu viel? Oder verlangen Sie als Vermieter zu wenig? Im Rahmen unserer Serie „So wohnt Hagen“ haben Sie die Möglichkeit, es herauszufinden.

Hagen.. Meistens läuft es doch so: Man zieht los mit dem Budget, das einem zur Verfügung steht, und sucht sich in seiner Preisklasse eine Wohnung. Hat man die gefunden, bezahlt man jahrelang seine Miete. Gibt es zwischendurch Probleme, streitet man vielleicht mit dem Vermieter über die Höhe der Miete. Aber hinterfragt man auch das ortsübliche Niveau seiner Miete? Ist das, was ich da zahlen muss, gerechtfertigt für Baujahr, Ausstattung und Lage meiner Wohnung? In vier Schritten finden Sie in unserer großen Hagener Mietwert-Tabellen-Übersicht heraus, ob Sie zu viel oder zu wenig Miete zahlen oder als Vermieter zu viel oder zu wenig verlangen.

Baujahr und Ausstattung

Mit Tabelle 1 oder Tabelle 2 geht es los. Je nachdem, aus welchem Baujahr das Gebäude stammt, in dem Sie leben, entscheiden Sie, mit welcher Tabelle Sie arbeiten. Bis Baujahr 1948 mit Tabelle 1, bei Gebäuden zwischen Baujahr 1949 bis 1977 nutzen Sie bitte Tabelle 2. Sollte ihr Gebäude noch jünger sein oder Wohnungen in älteren Gebäuden ab 1978 in den Bereichen Sanitär, Fenster oder Heizung umfassende Modernisierungen erfahren haben, können dafür in Schritt 3 Zuschläge angesetzt werden.

  • Bad/WC erneuert und neu gefliest: + 4 Prozent.
  • Fenster erneuert: + 2 Prozent
  • Heizungskessel erneuert: + 3 Prozent

Wohnen in Hagen Für alle Ausstattungsmerkmale ermitteln Sie das Niveau von einfach bis gut. Die Erläuterungen finden Sie in den dafür vorgesehenen Kästchen. Trifft ein Merkmal einer bestimmten Kategorie bei Ihnen zu, vergeben Sie die darunter eingetragene Punktzahl und notieren sie in der rechten Spalte der Tabelle. Beispiel Warmwasser: Wenn das bei Ihnen über Durchlauferhitzer erwärmt wird, tragen Sie dafür in der mittleren Kategorie 6 Punkte ein. Alle Punktzahlen in der rechten Spalte zusammengerechnet, ergeben am unteren rechten Rand der Tabelle die Punktsumme Austattung.

Nettomieten pro Quadratmeter

Wenn Sie die Punktsumme für Ihre Ausstattung errechnet haben, fahren sie fort mit Tabelle 3. Hier wird in der jeweiligen Baujahresklasse und mit der in der Tabelle 1 oder 2 ermittelten Punktsumme (Ausstattung) errechnet, wie hoch die Durchschnittsmiete für eine Wohnung in Hagen ist, die so alt und so ausgestattet ist wie Ihre. Es handelt sich um einen Durchschnittswert (arithmetisches Mittel). Daneben findet man die Ober- und Untergrenzen. Tragen Sie am Fuß der Tabelle Baujahr, Punkte und Durchschnittsmiete ein.

Wohnlagen und zusätzliche Ausstattung bestimmen Mietpreis

Sie haben jetzt einen Durchschnittsmietpreis pro Quadratemter für ihre Wohnung mit Ihrer Austattung errechnet. Jetzt, in Tabelle 4, bestimmen Wohnlage und zusätzliche Ausstattung darüber, wieviel Prozent auf den Mietpreis drauf- oder runterkommen.

Zum Ermitteln ihrer Wohnlage können Sie auf unserer Online-Artikel vom 30. April oder die Zeitungsausgabe vom 30. April zurückgreifen, in der wir die Wohnlagen der Stadt (einfach, mittel, gut und sehr gut) auf einer großen Grafik abgebildet haben. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite des Gutachterausschusses Hagen.

Für ihre Eintragungen in den ­Rubriken von Wohnlage bis zum Garagenstellplatz und den in der Mitte stehenden Beschreibungen können Sie am rechten Rand der Spalte (Beurteilung) die jeweiligen Zu- oder Abschläge zur Miete eintragen. Haben Sie die Tabelle komplett ausgefüllt, addieren oder subtrahieren Sie die Beurteilungszahlen und notieren Sie unter dem Strich die gesamten „Zu- und Abschläge zur Nettomiete der Standardwohnung in Prozent“. Die barrierefreie Ausstattung Ihrer Wohnung muss, wie vermerkt, je nach Einzelfall beurteilt werden.

Ergebnis ist ortsübliche Vergleichsmiete

Sie sind jetzt nur noch einen Rechenschritt von Ihrer ortsüblichen Vergleichsmiete entfernt. Tragen Sie im letzten grünen Feld den in Tabelle 3 ermittelten Durchschnittsmietpreis pro Quadratmeter ein und addieren oder subtrahieren Sie die in Tabelle 4 ermittelten Zu- oder Abschläge. Das Ergebnis ist Ihre ortsübliche Vergleichsmiete. Am Fuß der Seite haben wir für alle Garagennutzer noch eine Übersicht über die Garagenmieten in den jeweiligen Stadtbereichen beigefügt.