Prozess gegen Dirnenmörder beginnt im Frühjahr
19.02.2010 | 12:46 Uhr 2010-02-19T12:46:00+0100
Hagen. Der Mord an einer Prostituierten in einem Hagener Bordell scheint aufgeklärt. Ein Geständnis des Tatverdächtigen aus Lüdenscheid gibt es bislang nicht, aber die Beweise scheinen eindeutig. Der Prozess soll im Frühjahr beginnen.
„Ein Geständnis des dringend Tatverdächtigen gibt es nicht, aber aufgrund der Beweisergebnisse mache ich mir keine ernsthaften Gedanken über einen Prozess”, sagte gestern Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer im Fall des Mordes an einer Prostituierten im Bordell an der Düppenbecker Straße.
Lüdenscheider konnte eine Woche nach der Tag festgenommen werden
Nach umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission konnte ein 26-jähriger Lüdenscheider bereits eine Woche nach der Tat festgenommen werden. In seiner ersten Vernehmung hatte der Mann zwar einen Streit und eine körperliche Auseinandersetzung mit der aus Afrika stammenden Frau eingeräumt, erdrosselt haben will er die Prostituierte aber nicht
„Wir werden ein medizinisches Gutachten erstellen lassen. Immerhin hat der Tatverdächtige schon einmal wegen eines Gewaltverbrechens im Gefängnis gesessen. Sollte nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommen, dann werde ich in zwei Monaten Anklage wegen Mordes erheben”, so der Oberstaatsanwalt.
Polizei ist immer noch dabei, Spuren zu sichern
Die weiterhin bestehende Mordkommission, so Polizei-Pressesprecher Hiemer, sei immer noch bei der Arbeit, um die zahlreichen Spuren zu ordnen und zu sichern. „Die Hauptspuren, die uns schließlich ja auch zu dem Täter führten, sind natürlich lange dokumentiert. Für den anstehenden Prozess werden aber sämtliche Beweise und Aussagen aufgelistet. Das wird noch einige Tage dauern”, so Wolfgang Hiemer.
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