Provisorien halten nur bis zum Winter
27.08.2009 | 18:21 Uhr 2009-08-27T18:21:00+0200Wie bei den Grünflächen, so bei den Straßen: Der Stadt Hagen fehlt das Geld für Pflege und Sanierung.
Eilpe.Die Liste der Straßen war lang: Im Markland, Bührener Weg, Niederkattwinkel und Hamperbach standen darauf. Ein Tagesordnungspunkt nach dem anderen wurde in der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl zum Thema Fahrbahnzustand aufgerufen. Die Antworten, die Hagens oberster Straßenbauer geben konnte, waren indes immer dieselben.
„Wir haben ein personelles und ein finanzielles Problem”, erklärte Michael Haneke, der den Fachbereich Grünanlagen und Straßenbetrieb leitet. Konkret: Einen erfahrenen Aufbruchmeister hat seine Abteilung verloren, und Geld für eine ordentliche Erneuerung der Fahrbahndecke ist nicht vorhanden. Was im Hagener Süden gilt, gilt für den Rest der Stadt. Beispiel Rummenohl, Bührener Weg: eine kleine Straße, die die Bundesstraße 54 mit einem Wohngebiet samt Grundschule verbindet und auch von Breckerfeldern genutzt wird, die im ländlich gelegenen Bühren oder Wahnscheid wohnen. Direkt hinter der Brücke über die Volme hinter dem Hotel Dresel werden die Probleme augenscheinlich: tiefe Risse in der Asphaltdecke mitten in der Fahrbahn, brüchige Ränder. „Nach dem nächsten Winter reden wir nicht mehr über eine Straße, sondern nur noch über einen besseren Feldweg”, sagt Bezirksbürgermeister Ferdi Wölm.
Was an der Ratlosigkeit der Verwaltung wenig ändert: „Wir werden die Straße verkehrssicher halten”, sagt Michael Haneke, der darauf verweist, dass er bis Ende August bereits 95 Prozent der für Straßeninstandhaltung vorgesehenen Mittel ausgegeben habe. „Mehr kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen.” Im Klartext: Löcher werden geflickt, wenn sie auftreten und sobald ein Trupp verfügbar ist. Ein derartiges Provisorium hält in der Regel bis zum nächsten Winter. Spätestens im Frühjahr sind die alten Probleme wieder die neuen.
„Dieses Vorgehen ist im Endeffekt teurer, als würden wir die Verschleißdecken in Abständen von 12 bis 15 Jahren komplett erneuern”, bemängelt auch Michael Haneke. Das Problem: Mittlerweile sind Hagens Straßen in einem derart erbärmlichen Zustand, dass kein Geld vorhanden ist, um den über Jahre angewachsenen Sanierungsstau abzuarbeiten. Wann wieder Mittel für einen Fahrbahnerneuerung bereit stehen, ist angesichts der desaströsen Haushaltslage der Stadt völlig offen. Eines scheint nur sicher: Für 2010 muss sich niemand Hoffnung machen. Weder im Hagener Süden noch anderswo.
14:23
@SPetraD ja nee, is klar. Zwei Möglichkeiten, entweder Sie schreiben sarkastisch, so wie ich, oder Sie glauben das was Sie schreiben selber, das wäre allerdings ein tolles Ding. Nenne wir das Kind doch beim Namen, in Hagen herrscht seit Jahren eine Mißwirtschaft ohnegleichen. Man stopft sich Taschen voll und gibt Geld für Dinge aus die gar nicht relevant sind. Straßen vernünftig zu sanieren und dann in einer 30er Zone eintweder natürlich oder künstliche Hindernisse aufbauen wäre eine Sache. Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen eine andere, weitere. Unternehmen die da der Meinung sind wir machen mal eben schnell werden direkt kontrolliert und bei Fehlern direkt in die Haftung genommen. Fehlkalkulationen gibt es dabei nicht da Aufträge nur zum Festpreis vergeben werden.
Es versteht sich von selbst das Aufträge nur an einheimische Firmen vergeben werden. Man, muß man den den Politikern alles vorkauen. Die sind doch sonst so einfallsreich.
Für mich steht fest, das nächste große Schlagloch auf der Straße gehört mir, ein Fotoapperat und ein Zollstock liegen schon im Handschuhfach. Ich darf gar nicht an die Schmerzen denken die ich haben werde nur weil die Straße nicht gescheit gewartet wurde.
01:55
Aber schnell mal nachts das Wasserlose Tal komplett von oben bis unten neu Teeren... gut, die Straße war ja auch in einem schrecklichen Zustand...
11:25
@meinemal:
Es werden die besten und meißt auch teuersten Materialien eingesetzt.. Wenn man was vom Straßenbau versteht sollte man das wissen.
Nur das beste Material in der Asphaltdecke bringt rein garnichts, wenn der Unterbau nicht mit erneuert wird. Dann sind nach einigen Jahren wieder Schadestellen vorhanden.
Das wäre aber ein kompletter Straßenausbau..den muss erstmal wer bezahlen. Geht nicht, ergo Dünne Decke drüber und gut ist. Sieht erstmal schön aus, straßenbautechnisch jedoch sinnlos.
11:13
@8
Petra Priester-Büdenbender ???
Sitzt die gute Frau nicht auch im Verwaltungsrat der SEH?
Bei der SEH sitzen ja mehr Leute im Vorstand und Verwaltungsrat, als Arbeiter unterwegs sind. Ist das bei allen Städtischen Firmen so ??
10:07
sind wäre besser !
10:04
Mein Gott, seit wann ist die Erhöhung von Steuern, Abkassieren von fremden Theaternbesuchern, Mautgebühren, Verscherbeln von Stadtflächen und Wohneigentum neue, fortschriftliche Ideen ? So wird schon seit Jahrtausenden gehandelt, wenn die Finanzen fehlen. Sinnvoller wäre es, Materialen im Straßenbau einzusetzen, die wenigsten 50 Jahre halten. Gibt es natürlich, sind etwas teurer und verhindern natürlich, dass dauernt irgendwelche Straßenbaufirmen ihre (Weihnachts)Geschenke im Rathaus abladen wg, Neuafträge. Man, wie altbacken doch die SPDGranden argumentieren !
09:17
Herr oder Frau Pragmat,
1. Die KFZ-Steuern werden von den Landessteuerämtern in NRW für die einzelnen Kommunen und Landkreise erhoben und berechnet, sie war bei ihrer Einführung dazu erdacht die Kommunale Verkehrsinfrastucktur zu finanzieren.
2. Die KFZ-Mineralösteuer wurde seinerzeit eingführt um davon die Bundesfernstrassen und Autobahenen zu finanzieren.
3. Diese Art von Steuern sind mit sicherheit nicht im Grundgesetz nachzulesen sondern in unserer Steuergesetzgebung und hiernach werden diese Steuern erhoben und dem Finanzminister zugeführt und dieser stellt dan einen teil des Steueraufkommens dem Bundes-, Landesverkehrsministerien wieder zur Verfügung und hierbei fließen gerade einmal 4,28 Milliarden Euro in den erhalt und Ausbau unserer Kommunalen Verkehrsinfrastrucktur für ganz Deutschland somit ist nach dem Bundesverkehrswegeplan genau diese Unterfinanziert was führende Wissenschaftler an den renomiertesten Universitäten errechnet haben. Volkswirtschaftlicher Schaden 130 Milliarden EUO jährlich.
von wegen sinnfrei!! Schöne Grüße
08:50
Dann doch bitte erstmal einen Blick ins Grundgesetz werfen, welche dieses Steuern der Gemeinde (anteilig) zustehen.
Und was die KFZ-Steuer mit Straßenausbau zu tun haben soll wissen nur Sie selbst.
Denken (oder nachlesen) bevor man so etwas geistig sinnfreies von sich gibt.
Beachtenswert jedoch die Straßen welche die Stadt dieses Jahr doch schon saniert hat. Und dass man die Vielzahl an kaputten Straßen nicht in kurzer Zeit und dann noch bei der Haushaltslage sanieren kann sollte jedem einleuchten.
07:56
Was Regt Ihr euch auf, Hauptsache wir zahlen KFZ-Steuern, Mineralölsteuern, KFZ-Haftpflichtversicherungsteuer, Merwertsteuer auf die Mineralölsteuer und Ökosteuer in höhe von rund 65 Milliarden EURO jährlich, damit in Afganistan die Verkehrsinfrastruktur aufgebaut werden kann.
07:48
Ich weiss gar nicht, was das ganze gejammere soll;
Wenn die Hagener Straßen so bleiben, merkt man jedenfalls auch mit geschlossenen Augen (als Beifahrer), dass man wieder in Hagen ist.
Und die Kinder wachen früh genug auf, dass sie zuhause wach sind und aussteigen können.
Und wie heisst es noch. Nichts hält länger, als ein Provisorium.
In diesem Sinne, schönes (Wahl-) Wochenende!
Und bitte, GEHT ZUR WAHL!!!