Protestfahrt

Unsere Berichterstattung über die körperbehinderte Barbara Groote, die von der Hagener Straßenbahn mit ihrem Elektro-Skooter aus Sicherheitsgründen nicht transportiert wird, hat Dieter Gödde dazu veranlasst, uns am vergangenen Dienstag in unserem Leserladen zu besuchen. Gödde ist selber auf einen E-Skooter angewiesen und – sagen wir es einfach mal so, wie es ist: Er hat einen ziemlichen Hals.


Und zwar auf die Straßenbahn. „Das hat doch nichts mit Sicherheit zu tun, sondern mit wirtschaftlichen Aspekten“, sagt er. E-Skooter nähmen Platz weg. Platz, den man eigentlich an andere Kunden verkaufen könnte. „So sieht’s doch aus. Aber mit so fadenscheinigen Argumenten sollten wir uns nicht abspeisen lassen.“


Es werde Zeit, dass die E-Skooter-Fahrer dieser Stadt der Straßenbahn quasi mal den Puls fühlen würden. „Wir sollten uns treffen, uns zusammentun und dann mal bei denen vorfahren und ein richtiges Zeichen setzen“, sagt Gödde. Er hat kleine Flyer gebastelt, die Medien abgeklappert, sich auf den Weg gemacht und bittet um Rückmeldung von anderen E-Skooter-Fahrern, denen das Busverbot gegen den Strich geht.


Wer mit Dieter Gödde auf Protestfahrt gehen möchte, kann ihn anrufen unter 0162/4041909 oder 3543771.