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Muslim 3.0

Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen

10.10.2012 | 17:00 Uhr
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Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
Was steckt hinter dem Islam? Jugendliche haben es in Hagen in einem Projekt erfahren.Foto: Jakob Studnar

Hagen.   „Für mich war es die krasseste Erfahrung zu sehen, wie die Leute am Anfang waren und wie sie sich am Ende des Projektes verhalten haben“, umschreibt der 21-jährige Mehdi Ramadan seine Erfahrungen beim „muslim 3.0“-Projekt. Unter dem Motto „deutsch, muslimisch, tolerant – ein Leben zwischen Demokratie und Glauben“ haben sich in zwei Durchläufen jeweils 40 Jugendliche mit dem Thema Islam auseinandergesetzt.

Das dreieinhalbmonatige Projekt fußte auf zwei tragenden Säulen: Tanz/Gesang/Theater sowie Gesprächsrunden mit den Islam-wissenschaftlerinnen Lamya Kaddor und Rabeya Müller. „Da konnte alles gefragt werden, es durfte gerne auch kontrovers sein – es ging um ein fundiertes Hintergrundwissen über den Islam“, sagt Projektkoordinator Gandhi Chanine.

„Unter dem Strich kann ich sagen, dass wir die Dialogfähigkeit der Jugendlichen gestärkt haben und ihnen klar gemacht haben, dass sie Deutscher und Muslim, Muslim und Demokrat sein können und sollen.“ Zudem stärkt das Projekt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen.

2. Rang beim NRW-Jugendkulturpreis

Dieses Pilotprojekt, das auch Begegnungen in der jüdischen Gemeinde und einen Besuch der Ausstellung „Glaubenssache – Judentum, Christentum, Islam“ vorsah, wurde nun mit dem zweiten Platz des Jugendkulturpreises NRW ausgezeichnet. „Das gibt uns natürlich Rückenwind“, sagt Chahine, der dieses Projekt jetzt auch in Hamburg und München in gekürzter Form umsetzen wird.

„Ich konzipiere zurzeit eine zweite Phase, die wir dann wieder in Hagen umsetzen möchten“, erklärt Chahine. Da soll es dann darum gehen, die älteren aus dem Projekt als Multiplikatoren auszubilden. „Ziel ist es, sie so fit zu machen, dass sie kleinere Produktionen mit Jüngeren selbst umsetzen können.“

120.000-Euro-Projekt aus Bundesmitteln finanziert

Doch das nun abgeschlossene 120.000-Euro-Projekt, das mit Bundesmitteln finanziert wurde, war sowohl für die Teilnehmer als auch für die Verantwortlichen eine rundum gelungene Veranstaltung. „Wir sind froh, dass wir solche Projekte bei uns umsetzen können“, sagt Marco Zeh aus der Kultopia-Leitung. „Schließlich sind die muslimischen Jugendlichen eine Gruppe, die wir bei uns nicht vergessen dürfen.“

Islamkunde
„Bei vielen fehlt vieles an Wissen“

Was ist Islam? Diese Frage beschäftigte 15 Jugendliche an der Hauptschule Remberg um. Die fünf Mädchen und zehn Jungen aus den Jahrgängen 9 und 10...

Nach diesem Projekt seien die Jungs viel selbstbewusster aufgetreten. Das ist eine Einschätzung, die dem Team auch von den kooperierenden Schulen, den Hauptschulen in Altenhagen und Remberg, widergespiegelt wird. Mehr noch: „Einige der Jugendlichen haben den Wert von Bildung erkannt und streben jetzt einen höheren Bildungsabschluss an“, freut sich Chahine.

Doch auch die Teilnehmer selbst haben ihren ganz persönlichen Erfolg mit nach Hause genommen. Die fünf Aufführungen der einstudierten Performance war fünf Mal restlos ausverkauft. Und fünf Mal gab es mächtig Beifall für die Akteure.

Björn Josten

Kommentare
23.06.2013
17:46
Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
von putti | #15

So werden unsere Steuergelder verbrannt

29.04.2013
08:10
Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
von Corvus | #14

Die Projekte sind ein gutes Instrument auf dem Weg zum Verständnis und zur Verständigung untereinander. Es vermittelt der Jugend auch das man nicht sofort alles was "anders" ist als Feindbild ansehen sollte - das galt für Alle Seiten.

Vorurteile und Missverständnisse können abgebaut werden - denn machen wir uns nichts vor - auf Allen Seiten gibt es noch genügend Vorstellungen welche ein negatives Bild vom Gegenüber vermitteln.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #14-1

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27.03.2013
14:29
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Name von Moderation entfernt | #13

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02.11.2012
00:24
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Name von Moderation entfernt | #12

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26.10.2012
21:36
Religiöse Tolerenaz hat Verfassungsrang - hätten Sie es gewusst?
von hwenk | #11

Die großen semitischen Religionen, und nicht nur die, sind Staatsreligionen, ein "zweites Standbein der "Mächtigen". Spinozas herausragende Relgionsphilsophische und Staatstheoretische Fundierungen haben als Toleranzforderung Eingang ins Grundgesetz gefunden - Artikelk 4. Dsa glaubt man kaum, angesichts der ungeberemsten Hetze von sogar amtierenden Politikern. Die erwähnen das so gut wie nie. Wo sonst doch jedes "Geschmäckle" von "nicht verfassungskonform" brutaltsmöglichst mehr als bekämpft wird, Zum, am nächstlegenden hier, Beispiel mit Lehrverbot - aber sonst noch viel mehr. Polizei, Geheimdienst, Medien. "Nicht verfassungskonform" - wohlgemerk, ist die religiöse Intoleranz. An notorische "Regierungslügerei" muss man die Schüler heranführen. In der Bevölkerung sieht es da zum Teil noch schlechter aus. NICHT FÜR DIE SCHULE LERNT IHR....

26.10.2012
21:24
Genausogut wie an den großen Weihnanchtsmann im Himmel glauben. es geht aber auch richtig "philsophisch!"
von hwenk | #10

So gut wie das Christentum ist der Isalm schon lange - das verdient - im Gefolge von Goethe und Nietzsche - doch festgehalten zu werden. Die, auch frauenunterdrückischen, Auswirkunge des Christienstums kann man nur als verheerend bezeichenn. Die aufkeimenden, extrem zarte, politische Befreiunng und wissenaschaftlich-technische Naturbehherschung einschliesslich Entwicklung der Ölologie ist vom Christentum derartig perfide und brutal gestört und unterdrückt worden, dass es, wie Schopenhauer und Nietzsche schon herausstellten, ein Test auf intellektuelle Redlichkeit ist, da vehementest dagegen zu sein. Richtige wichtige, Ethik und moralbegündende Wahrheit gibt es nur in der Philsophie. Die ist teilweise in anderen Religionen, Isalm inklusive, in "pantheistischen", "mystischen" Strömungen, nur da, auch vorhanden. Nietzsche war ein "Insider" - Pfarrerssohn. Auch sozial(politisch) hat das Christetum repressiv gewirkt (Verlaufsform).

13.10.2012
14:12
Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
von altesholz | #9

manche kommentar hätten auch von einem professor sein können, der vor ein paar monaten das stadtmuseum dicht machen wollte und von der ausstellung glaubenssache nicht viel gehalten hat. was ist daraus eigentlich geworden?

12.10.2012
08:16
Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
von diemaulwurf | #8

Noch mehr Selbstbewusstsein für die, die schon von Kindheit an eingepeitscht bekommen, d. sie der einzig wahren Religion angehören und das andersgläubige unwertes Leben sind? Diese jungen Leute sind hier aufgewachsen und haben - im Gegensatz zu jungen Menschen in islamistischen Ländern - alle Möglichkeiten sich zu bilden, zu informieren und erfahren täglich Demokratie. Leider verhindern aber oft die familiären Strukturen, das Kennenlernen unserer Kultur. Da muss man ansetzen. Die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen sollte Pflicht sein. Wenn überhaupt, dann sollte dafür Geld ausgegeben werden. Nur wenn die Kinder Deutsch können, haben sie eine Chance zu verstehen, was in dem Land in dem sie leben, vor sich geht. Sprache und Bildung sind der Schlüssel zur Integration. Wer nicht gelernt hat über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen, dem nützt auch so ein zeitlich begrenzter Kurs nichts. Da muß viel früher angesetzt werden.

11.10.2012
10:41
Projekt zum besseren Verständnis des Islam mit Jugendlichen aus Hagen
von derNoergler | #7

Wenn man möchte kann man sich durchaus ebenso mit den Religionen in seiner Umgebung auseinandersetzen, wie mit den politischen Strömungen oder den verschiedenen Fangruppen in der Fussballbundesliga. Hat halt jeder so sein Steckenpferd und nimmt es mehr oder weniger wichtig. Auch okay ist es, wenn man nicht den Predigern und Vorhautentfernern in der Familie die Deutungshoheit über die Art und Weise des Umgangs mit Ungläubigen überläßt.
Diskussion, Austausch mit anderen ist und bleibt wichtig und richtig.
Aber dennoch sollte mal ein wenig mehr hinterfragt werden, was mit den Projektsgeldern passiert. Ein Verwendungsnachweis ist schnell geschrieben und ebenso schnell als inhaltlich und rechnerisch richtig abgenickt. Jeder, der projekte initiiert und abrechnet, weiss, wie man das meiste aus des Steuerzahlers Geldbörse abziehen kann.
Wie bei diesem Projekt die Mittel verbraucht wurden, würde mich schon brennend interessieren. Wahrscheinlich angemessene Gagen.

11.10.2012
10:11
Oh weh..
von Jean_Fairtique | #6

"Zudem stärkt das Projekt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen"
Da dürfen wir wohl mit noch mehr Bereicherungen rechnen?

"Doch das nun abgeschlossene 120.000-Euro-Projekt, das mit Bundesmitteln finanziert wurde"
Schön, dass man so im Vorbeigehen erfährt, für was der Steuerzahler so alles den Kopf hinhalten muss.

Danke.

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