Preise schießen durch die Decke

Das wird richtig teuer. Für restriktionsfreie Gewerbeflächen muss die Stadt Hagen inzwischen verdammt tief in die Tasche greifen. Mit 130 Euro stößt man in Dimensionen vor, die eine Aufbereitung von altlastenverseuchten Brachen fast wirtschaftlich erscheinen lassen. Da wird der Steuerbürger mit zweistelligen Millionenbeträgen quersubventionieren müssen, um den Standort Hagen für die expansionswillige Wirtschaft attraktiv zu halten. Denn im Umland kosten Gewerbeflächen lediglich 40 bis 65 Euro/qm. Bleibt abzuwarten, ob die Kommunalaufsicht angesichts klammer Kassen da noch mitgeht.


Vor diesem Hintergrund muss auch das Wasserwerk Hengstey erneut zum Thema werden. Zwar steht der Ratsbeschluss, dort durch ein 15-Millionen-Euro-Invest die Wasser-Autarkie der Stadt zu sichern. Aber war dieses Votum wirklich klug? Künftig – so von Enervie ursprünglich geplant – Wasser aus Westhofen zu bekommen, würde dem strauchelnden Energieversorger finanziell Luft zum Atmen verschaffen, dem Unternehmen Extra-Geld für den Verkauf des Wasserwerk-Areals in die Kassen spülen und Hagen weitere Gewerbeflächen in Autobahn-Nähe bescheren. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.