Prächtige Schmetterlinge im Massenkalk von Hohenlimburg

Foto: WP

Hohenlimburg..  Das wunderschöne Titelfoto des Juniheftes der Hohenlimburger Heimatblätter zeigt einen Nierenfleck-Zipfelfalter, aufgenommen im Naturschutzgebiet Raffenberg. Es gehört zu dem Aufmacher-Artikel „Bemerkenswerte Tagfalterfunde im Bereich des Massenkalkvorkommens in Hohenlimburg“.

Der Verfasser ist kein Unbekannter, wenn auch auf einem anderen gesellschaftlichen Betätigungsfeld: Dr. Josef Bücker. Seit 2008 befasst sich der Hagener Biologe mit der Aufgabe, die Faltervorkommen in der Region und deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Der nicht nur für Fachleute spannend zu lesende Text mit prächtigen Farbfotos basiert auf einem Vortrag, den der Autor am 17. März 2015 in der öffentlichen Sitzung des Landschaftsbeirats Hagen gehalten hat. Es geht um die Nachweise seltener Tagfalter vor allem in den Naturschutzgebieten Steltenberg, Raffenberg, Mastberg und Weißenstein.

Ein weiterer Vortrag ist die Grundlage für den zweiten Artikel. Widbert Felka sprach am 19. Oktober 2014 im Hohenlimburger Rathaussaal vor den Gästen der Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Schloss-Spiele. Er ließ dabei die 25-jährige Geschichte des Freundeskreises Schloss-Spiele Hohenlimburg e.V. Revue passieren. Erinnerungen werden wach an den Gründungs-Vereinsvorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Helmut Sonnenschein - einst Leiter des LWL-Freilichtmuseums im Hagener Mäckingerbachtal - und seine Nachfolger bis zur heutigen Vorsitzenden Marie-Theres Konder.

Als dritter Artikel wird eine Stellungnahme des bekannten Historikers Dr. Ralf Blank, Fachbereich Kultur, Fachdienstleiter Wissenschaft, Museen und Archive der Stadt Hagen, veröffentlicht, um die der Hohenlimburger Heimatverein Oberbürgermeister Erik O. Schulz gebeten hatte. Es geht um den von Dr. Wilhelm Bleicher als Autor und eigenverantwortlicher Redakteur veröffentlichten Beitrag „Der Soldat und Brigadeführer der Waffen-SS Fritz Witt“. Der Aufmacher-Artikel des Heftes 6/2015 der Heimatblätter hatte heftige Kritik sowie eine öffentliche Bitte um Entschuldigung und eine Distanzierung von diesem Aufsatz durch den Heimatverein zur Folge. Autor Dr. Bleicher seinerseits bat öffentlich um Verzeihung. Dr. Ralf Blank führt in seiner Einleitung aus, dass seine Stellungnahme in erster Linie einer fachwissenschaftlichen Einschätzung des von Dr. Wilhelm Bleicher in dem Artikel publizierten Themas dient. Um dem in diesem Aufsatz unternommenen Versuch einer Biografie von Fritz Witt beurteilen zu können, unternimmt Dr. Blank eine unumgängliche Einordnung von SS und Waffen-SS sowie des Karrierewegs von Witt. Historiker Blank stellt fest und begründet in seinem Resümee dezidiert, dass und warum der als Biografie angekündigte Aufsatz von Dr. Bleicher keinesfalls die wissenschaftlichen und fachlichen Ansprüche erfüllt, die gerade auch im Zusammenhang mit einer biografischen Darstellung von Protagonisten des NS-Regimes – und darum handele es sich bei Fritz Witt ohne Zweifel – gestellt werden müssen. Der Stellungnahme sind zahlreiche Empfehlungen qualifizierter Literatur angefügt.