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Postkarten erzählen Geschichten

27.07.2008 | 16:58 Uhr
Postkarten erzählen Geschichten

Bei Heindesign wurde am Samstag die einwöchige Ausstellung des Mail-Art Projektes „Eine Blume sagt mehr als 1 000 Worte” eröffnet.

180 Postkarten mit unterschiedlichen Stempeldesigns und -techniken liegen vom 26. Juli bis 1. August in der Werkstatt aus.

Wolfgang Heine eröffnet am 25. Juli 2008 das mail-Art-Projekt "Eine Blume sagt mehr als 1000 Worte" in den Geschäftsräumen in der Eilper Str. 76

 „Stempeln ist zum Hobby geworden, zur Sucht”, lachte die Hagenerin Ute Feldmann bei der Ausstellungseröffnung des Mail-Art-Projekts bei Heindesign in Eilpe. Stempelfreunde wie sie nutzten die Gelegenheit, sich für die nächsten Monate mit Materialien einzudecken und die 180 eingesendeten Postkarten anzusehen.

Wolfgang Heine eröffnet am 25. Juli 2008 das mail-Art-Projekt "Eine Blume sagt mehr als 1000 Worte" in den Geschäftsräumen in der Eilper Str. 76
Wolfgang Heine eröffnet am 25. Juli 2008 das mail-Art-Projekt "Eine Blume sagt mehr als 1000 Worte" in den Geschäftsräumen in der Eilper Str. 76

 „Eine Blume sagt mehr als 1 000 Worte” war das Thema des Heindesign-Stempelkunstprojekts dieses Jahr. Vor lauter Blumen fanden manche der anwesenden 170 Teilnehmer ihre eigene Postkarte zunächst nicht. Dabei war die Einsendung selbst von gleichen Motiven vielfältig: Sie reichte von Collagen mit Zeitungsausschnitten bis zu Landschaftsbildern mit 3D-Effekt, die alle bis zum 18. Juli bei Heindesign ankamen. Die Beiträge mit eingearbeiteten Gedicht- oder Bibelversen waren zum Teil mehrsprachig, aber da sage die Blume trotzdem mehr, fand die Hagenerin Sigrid Schmidt.  Zehn Prozent der Postkarten sind aus dem Ausland - wie auch das Stempeln selbst, das seinen Ursprung in Amerika hat. Allerdings hat es kein Ende: „Es gibt immer wieder neue Techniken”, meinte Ariane Kaufmann, so dass sie nie auslerne.  Für den Ideenaustausch kommen Hobbygruppen gelegen oder Kontakte in verschiedene Länder. Letztendlich steht die Kreativität im Mittelpunkt - so wie beim Kunststempelprojekt. Postkarten erzählen Geschichten oder haben einen politische Bedeutung wie ein Ausstellungstück zum Thema Tibet. Ob es nun Blumen verschnörkelte Wörter oder Collagen mit mehreren Ebenen sein sollen, letztlich kommt es auf den Geschmack an.  Die Karten, auf denen eine Blume mehr sagt als 1 000 Worte, sind noch bis zum nächsten Freitag in der Werkstatt zu sehen. Danach wird Heindesign sie auf dem Stempel-Mekka am 13. und 14. September in der Stadthalle ausstellen.

Finja Seroka

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