Postbote Rudolf Müller: Eine unglaubliche Geschichte

Unglaublich Gestern ist Rudolf Müller in den Ruhestand gegangen. Das ist eigentlich erst mal nichts Besonderes, weil das jedes Jahr viele Menschen in Hagen tun, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Aber Rudolf Müller ist dennoch ein ganz besonderer Fall.

Denn Müller hat erstens sein ganzes Arbeitsleben, 50 Jahre lang, bei der Deutschen Post verbracht. Das ist deshalb besonders, weil viele Menschen gar nicht mehr so lange im gleichen Unternehmen arbeiten, sondern öfters die Stelle bzw. die Firma wechseln.

Zum anderen ist Müllers Fall etwas Besonderes, weil er sich vom jungen Postboten, damals war er 15 Jahre alt, zum Chef der Briefzustellung in Hagen und Umgebung hochgearbeitet hat. So etwas kann nur gelingen, wenn man fleißig ist und jeden Tag sein Bestes bei der Arbeit gibt. Es kann aber auch nur gelingen, wenn man dem Unternehmen, in dem man arbeitet, immer treu bleibt - in guten und in schwierigen Zeiten. Das hat Rudolf Müller getan und sich damit den Respekt seiner Vorgesetzten und seiner Mitarbeiter erarbeitet. Gestern wurde er verabschiedet und hielt dabei selbst eine kleine Ansprache: „Wenn sich nichts verändert, kommt man nicht nach vorn und dann ist man auch nicht erfolgreich“, sagte er. Rudolf Müller hat ganz viele Veränderungen miterlebt seit damals, als er mit seiner Tasche losgelaufen war, um in Hagen Briefe auszuteilen.
Foto:
Michael Kleinrensing