Polizeipanne: Einbrecher wieder frei

Zahlreiche hochwertige Fahrräder wurden aus dem Musicstore gestohlen.
Zahlreiche hochwertige Fahrräder wurden aus dem Musicstore gestohlen.
Foto: WP
Die rumänischen Behörden haben die beiden mutmaßlichen Einbrecher (26, 28), die dringend verdächtigt werden, aus dem Music-Store 59 Fahrräder gestohlen zu haben, wieder auf freien Fuß gesetzt.

Hagen.. Unglaubliche Polizeipanne in Rumänien: Die Behörden des Balkanstaates haben die beiden mutmaßlichen Einbrecher (26, 28), die dringend verdächtigt werden, in der Nacht zum 12. Januar aus dem Music-Store an der Ecke von Konkordia- und Hochstraße in Hagen 59 Fahrräder gestohlen zu haben, wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Diebe waren zwei Tage nach der Tat an der ungarisch-rumänischen Grenze festgenommen worden, als sie versuchten, einen Teil der Beute in ihr Heimatland zu bringen. Sehr zum Verdruss des Hagener Oberstaatsanwaltes Dr. Gerhard Pauli sind die Männer nun aus der Haft entlassen worden: „Möglicherweise war den Behörden in Rumänien die Dimension des Falles nicht klar.“

Bei dem Einbruch in den Music-Store waren neben den 59 Fahrrädern auch mehrere Musikinstrumente entwendet worden. 19 Räder und drei Keyboards wurden in dem Transporter, mit dem die Verdächtigen an der Grenze gestoppt wurden, sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat ein Rechtshilfeersuchen auf den Weg gebracht, damit Geschäftsinhaber Hans-Werner Schepers sein Eigentum zurückbekommt. „Das ist schon deprimierend“, kommentierte dieser gestern die überraschende Freilassung der Rumänen.

Staatsanwaltschaft hatte europäischen Haftbefehl

Dabei hatte die Staatsanwaltschaft einen europäischen Haftbefehl, der die Auslieferung der Verdächtigen möglich machen sollte, erwirkt. In der Regel arbeiteten die rumänischen Ermittlungsbehörden kompetent und kooperativ, so Pauli: „Aber manchmal geht im internationalen Verkehr eben doch etwas schief, damit müssen wir leben.“

Der Oberstaatsanwalt ist guter Dinge, dass die Täter der Polizei demnächst abermals ins Netz gehen. Denn inzwischen steht fest, dass die beiden Männer einschlägig vorbestraft sind, ihnen werden mehrere in Deutschland verübte Eigentumsdelikte vorgeworfen. „Das sind professionelle Diebe“, so Pauli. Es sei daher nicht unwahrscheinlich, dass sie früher oder später wieder einreisten, um weitere Straftaten zu begehen.