Polizei in Hagen lässt Wurst auf Gift untersuchen - Hundeköder?

Die Hagener Polizei entdeckte 25 Stücke Salami und Schinkenspeck.
Die Hagener Polizei entdeckte 25 Stücke Salami und Schinkenspeck.
Foto: privat
Treibt in Wehringhausen ein potenzieller Tierquäler sein Unwesen? Nach dem Fund von zahlreichen Wurststückchen in der Stadtgartenallee hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen.

Hagen.. Treibt in Wehringhausen ein potenzieller Tierquäler sein Unwesen? Nach dem Fund von zahlreichen Wurststückchen in der Stadtgartenallee hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen.

Ein 56-jähriger Hundebesitzer war am Sonntagvormittag auf mehrere kleingeschnittene Wurststückchen, die sich in einem Gebüsch am Wegesrand befanden, gestoßen. Weil ihm seine Entdeckung verdächtig vorkam, alarmierte er die Polizei. Und tatsächlich: Die Beamten suchten die nähere Umgebung ab und fanden rund 25 weitere Stücke Salami und Schinkenspeck, die sie einsammelten und zur Untersuchung mitnahmen.

Chemiker untersuchen die Wurst auf Gift

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Wurst vergiftet und als Hundeköder ausgelegt worden sei, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums mit. Bislang sei allerdings kein Vergiftungsfall bekannt geworden, dennoch soll die Wurst nun im Chemischen Untersuchungsamt auf giftige Zusätze hin geprüft werden. Das könne jedoch einige Zeit dauern, teilte ein Polizeisprecher mit. Spaziergänger und Hundebesitzer sollten im Bereich der Stadtgartenallee besonders aufmerksam sein.

In der Vergangenheit hatten Hundehasser in Hagen mehrmals für Aufregung gesorgt. Erst vor zwei Wochen wurden in der Mollstraße (Innenstadt) fünf mit Rasierklingen gespickte Würstchen ausgelegt. Im Sommer 2014 waren im Fleyerviertel Haferflocken und Rattengift verteilt worden, eine Hündin musste in der Tierklinik Duisburg intensivmedizinisch behandelt werden.

Katzen gezielt vertrieben

Im Februar hatte ein Rentner (73) großflächig Scherben in den Beeten der Gustavstraße verteilt, weil er sich über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner aufgeregt hatte. Und im Januar fanden Spaziergänger im Wald An der Zeche sowie an der Hünenpforte mehrere mit Tackerklammern präparierte Mettwurststücke. Der Hund eines 53-jährigen Hageners schluckte ein Stück Wurst, das Metallteil war später im Röntgenbild sichtbar. Die Polizei rief jeweils, wie auch jetzt an der Stadtgartenallee, zu erhöhter Wachsamkeit auf, konnte aber – von dem Rentner einmal abgesehen – keinen der Täter ermitteln.

Auch der Tierschutzverein beklagt einen vermutlich gezielten Anschlag auf eine Katzenfutterstelle am Kuhlerkamp. In der Kleingartenanlage am Sonnenberg wurde bereits in der Nacht zum vorletzten Sonntag eingebrochen, die Unbekannten stahlen oder zerstörten sämtliche Katzenkörbe, Transportkisten, das Futter und weiteres Zubehör. Nur zwei Tage später folgte der nächste Einbruch, diesmal wurde die Örtlichkeit total verwüstet, bei einem dritten Einbruch wurde dann auch noch die Tür zerstört.

Tierschutzverein appelliert an Bürger

Die dort lebenden Katzen wurden von einer altem Dame versorgt. Da andere Parzellen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, besteht der Verdacht, dass die Tiere vertrieben werden sollten. Erst kürzlich war eine neue Katze aufgetaucht und hatte Junge geworfen. Der Tierschutzverein appelliert an alle Hagener, streunende Katzen zu melden, damit sie kastriert werden können.

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