Polizei entfernt unbürokratisch die blaue Farbe

Elsey..  „Den Toten der Kriege zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung“ steht auf dem Mahnmal an der Esserstraße geschrieben. Wenig ehrenvoll sind die Graffiti-Schmierereien, die noch gestern Vormittag auf der Vorder- und der Rückseite der steinernen Säule zu sehen waren.

Widbert Felka, Vorsitzender des Hohenlimburger Heimatvereins, zeigte sich verärgert über diese Respektlosigkeit. Das Mahnmal wurde von seinem Verein im Jahr 1978 aufgestellt.

„Wir fühlen uns natürlich angesprochen, aber wir wollen auch den Sachverstand der Stadt hinzuziehen“, betonte Felka mit Blick auf die Frage, wer denn für die Reinigung verantwortlich sei. Denn zu klären sei auch die Frage, ob der Heimatverein Anzeige erstatten müsse oder ob die örtlichen Behörden dies übernehmen.

Widbert Felka begeistert

Nachdem die Polizei über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wurde, fuhren am Mittag zwei Beamte zum Mahnmal, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Kurzum griffen sie zum Putzlappen und stellten fest, dass die aufgesprühten Schriftzüge mit Wasser abwaschbar waren.

„Die Kollegen wurden tätig und entfernten, soweit es möglich war, die Sprühereien. Da wir einen fremdenfeindlichen Hintergrund ausschließen und die Schriftzüge abwaschbar waren, bewerten wir die Tat als Ordnungswidrigkeit“, so Polizeipressesprecher Ulrich Hanki auf Nachfrage dieser Zeitung.

Widbert Felka zeigte sich von der unbürokratischen Arbeit der Beamten, die auf „kleinem Dienstweg“ agierten, begeistert.

„Wir werden dieses Mal von einer Anzeige absehen, weil wir nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen“, so Felka gestern Nachmittag.