Politikverdrossenheit

Fehske/IS-Vergleich. Wie oft denn noch Herr Fehske? Und wieder einmal steht ein Mann des öffentlichen Lebens im Mittelpunkt und zwar im negativen. Peinlich daran ist nur, dass es wieder einmal Herr Dr. Fehske ist. Ich kann mich noch gut an letztes Jahr erinnern, es war Wahlkampf in Hagen. Hier benutze Herr Dr. Fehske aus seiner Apotheke die Kundenkartei, um diese Kunden aufzufordern, ihn doch in den Rat der Stadt Hagen zu wählen. Als dieses an die Öffentlichkeit drang, entschuldigte sich Herr Dr. Fehske wieder einmal, genau so wie jetzt in diesem Fall.

Scheint für ihn allmählich zum Standard zu werden. Frei nach dem Motto, es war ja nicht so gemeint. Ende. Und damit hat es sich Herr Dr. Fehske?

Nun hat er wieder mal einen rausgehauen, indem er Kürzungen am Theater dieser Stadt mit der Zerstörung von Kulturen durch IS-Terroristen vergleicht. Und er führte seine abenteuerliche These auch noch weiter aus. Diese kann man in dem Zeitungsbericht nachlesen. Ich erspare mir hier an dieser Stelle weitere Einzelheiten.

„FDP-Chef“ Claus Thielmann äußert sich umgehend, dass solche Äußerungen nicht tolerabel seien, worauf dann die SPD ihren Abberufungsantrag auch prompt zurückzog.

Kalte Füße bekommen? Nein, liebe Politiker der SPD, FDP, solch ein Mann wie Herr Dr. Fehske gehört nicht in die Politik. Er kann es einfach nicht trennen, sein Geschäft auf der einen Seite, und seine Arbeit in Ausschüssen und Rat dieser Stadt. Er benutzt sein politisches Mandat immer als Werbung für sein Geschäft. Er hat es getan und wird es auch immer tun. Hat er mal ins Fettnäpfchen getreten, entschuldigt er sich, war alles nicht so gemeint, ich wollte keinen verletzen. Ich sage: Dieser Mann kennt nur sich selbst, und die FDP wäre gut beraten, ihn von allen Ämtern zu entbinden, und demnächst etwas sorgfältiger bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für ihre Partei vorzugehen. Wir haben hier in Hagen eh schon so viele Ungereimtheiten in der Politik, die Fronten werden gewechselt, man ist mit seiner eigenen Partei nicht mehr einverstanden, man setzt sein Mandat für private Zwecke ein. All dies trägt dazu bei, die Politikverdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu festigen.