Planungsausschuss schiebt das Thema Windenergieanlagen

Hohenlimburg..  Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wann das Thema Windenergieanlagen in die nächste Planungsrunde der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde geht, vermochte Nachrodts Bürgermeisterin Birgit Tupat deshalb gestern nicht zu sagen.

Das ist davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt der Nachbargemeinde der neue Windenergieanlagenerlass des Landes NRW vorliegt. „Zunächst hieß es 2014; dann April 2015, jetzt Sommer 2015“, so die Bürgermeisterin.

Sie hatte deshalb in Absprache mit den Planungsausschussmitgliedern am späten Montagnachmittag das heiß diskutierte Thema Windenergieanlagen an der Stadtgrenze zu Hohenlimburg kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Hintergrund dafür ist, dass die Gemeinde den neuen Windenergieanlagenerlass aus Düsseldorf abwarten und diesen in die Planung einbinden möchte. Deshalb wird die Realisierung der beiden rund 180 Meter hohen Windenenergieanlagen (diese Zeitung berichtete) verschoben.

Artenschutzprüfung

Für jene Hohenlimburger, die an der Sitzung im Schlosshotel Holzrichter teilnahmen, war es zuvor ein Höllenritt durch Schnee und Eis. General Winter führte auf den Höhen ein derart eisiges Regiment, dass einige, die die Kreisstraße 24 nutzen wollten, resignierten und umkehrten. Denjenigen, die es auf rund 400 Meter über NN geschafft und somit den Kampf gegeben Schnee und Eis gewonnen hatten, blieb aufgrund der Verschiebung nur die Möglichkeit informeller Gespräche. Zwei Kommunalpolitiker, die diese Chance nutzten, waren Ramona Timm-Bergs und Peter Leisten.

Sie erfuhren u.a., dass die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde bereits im Dezember 2012 eine Artenschutzprüfung der Stufe II hatte erstellen lassen. Das bestätigte Birgit Tupat gestern noch einmal.

Neue Leitfäden, die im Herbst 2013 herausgegeben wurden, sind darin jedoch noch nicht berücksichtigt. Deshalb sollen bis zur weiteren Erörterung in den Fachaussschüssen eine neue Raumnutzungsanalyse und eine neue Raumkartierung erstellt werden.

Peter Leisten, CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung, setzte sich gestern Morgen mit der Nachrodter Bürgermeisterin in Verbindung. Mit der Bitte, ihm das Gutachten zur Artenschutzprüfung II zukommen zu lassen, denn das Thema Windenergieanlagen wird in einer der kommenden Sitzungen der Bezirksvertretung erneut aufs Tapet kommen.