Pfarrer Schneider: Es gibt keine Argumente für die Schließung einer kath. Grundschule im Norden
13.10.2008 | 18:28 Uhr 2008-10-13T18:28:00+0200Es gibt keine sachlichen Argumente für die Schließung einer katholischen Grundschule im Hagener Norden. Das ist die feste Überzeugung von Pfarrer Christoph Schneider, Leiter des Pastoralverbundes Hagen-Nord. Die Anmeldzahlen sprächen für die Schulen in Boelerheide und Boele.
An der Goetheschule in der Kirchstraße war er gestern – wie so häufig – zu Gast, um gemeinsam mit der Schulleiterin Sabine Schmidt und dem Pflegschaftsvorsitzenden Dr. Jens Stuhldreier die Besonderheiten der Konfessionsschule aufzuzeigen. Im Wesentlichen ist es der kurze Draht zur nahegelegenen Kirche und deren Gemeinde, feste Unterrichtsbestandteile wie das Morgengebet und wöchentliche Gottesdienste, die den Unterschied zu nichtkonfessionellen Schulen ausmachten. Fünf katholische Grundschulen gibt es in Hagen, eine soll in naher Zukunft zum Auslaufmodell erklärt werden. Genannt wurde zuletzt die Overbergschule. „Vermutlich weil sie einzügig ist. Aber die Anmeldezahlen stimmen auch dort”, betont Schneider. Es gebe eben genügend Familien, die die christiliche Erziehung in den Konfessionsschulen wollten. Träger ist allerdings die Stadt, so dass also letztlich auch hier die Politik entscheiden wird. Die Goetheschule spielt in dieser Diskussion keine Rolle. Erstmals seit langem ist die Schule mit gut 280 Schülern im Jahrgang 1 zwar „nur” zweizügig. Die Geburtenzahlen in Boele wiesen aber bereits für 2009 wieder nach oben. „Ich weiß auch nicht, was vor sechs Jahren in Boele los war”, so Schneider zur Anmeldedelle in diesem Jahr.
23:21
Ich glaube man vergisst hier, dass die katholischen Schulen weder Privatschulen noch Schulen in kirchlicher Trägerschaft sind.
Natürlich kann eine Privatschule Elternbeiträge nehmen und viele Eltern sind sicherlich auch, bereit solche zu zahlen.
Soll aber Erziehung nach christlichen Prinzipien ein Privileg begüterter Familien werden? Schließlich kann sich längst nicht jede Familie monatliche Zusatzausgaben von 80€ leisten.
Abgesehen davon ist nach Schulgesetz die Kommune sogar verpflichtet, bei entsprechendem Elternwillen Bekenntnisschulen einzurichten.
Und zu allerletzt: gerade die Overbergschule gehört zu den wirtschaftlichsten Schulen (Auslastung, Raumbedarf, Betriebskosten) im ganzen Stadtgebiet. Da sollte man sich als Träger vielleicht noch mehr solche Bekenntnisschulen wünschen, statt sie schließen zu wollen
20:46
Bei der Waldorfschule in Haspe, Enneper Straße (kann man übrigens bis zum Abitur besuchen), ist es auch so, dass die Eltern einen Obolus beisteuern müssen.
16:24
Das Dingen heißt Fesh :-))
Freie Evangelische Schule Hagen (FESH)
Schulform: Grundschule in privater Trägerschaft
Anschrift:
Hammerstraße 6a
58135 Hagen
Telefon: 02331-463242
Fax: 02331-440581
e-mail: info@fesh-hagen.de
Homepage: www.fesh-hagen.de
Schulleitung: Herr Arnfried Szymanski
16:19
#2 erbsenzaehler ist beizupflichten.
ergänzend kann gesagt werden:
wie wäre es denn wenn für die finanzierung der katholischen overbergschule die eltern in die pflicht genommen werden? bei der freien evangelischen schule (fesch) funktioniert das doch auch prima.
13:45
Wenn die katholische Kirche diese Schule unter ihrem Namen auch in Zukunft will, muß sie sich auch an der Finanzierung stärker beteiligen.
Will die Stadt diese Schule schließen, muß halt die Kirche diese übernehmen.
Und soll mir niemand erzählen, die Kirche habe nicht ausreichend finanzielle Mittel.
10:18
Richtig so! Die Overbergschule in Hagen ist eine der besten Schulen die wir in Hagen haben und hat auch schon mehrere Auszeichnungen bekommen. Zudem sind hier sehr motivierte und engagierte Lehrer und Eltern am Werk die alles für ihre Schüler tun. Gerade das diese Schule einzügig ist macht sie noch attraktiver denn hier muss kein Schüler befürchten in der Anonymität unter zu gehen wie es oft an grossen Schulen der Fall ist . Liebe Hagener Politiker, so eine Schule schliesst man nicht, man gibt damit an!!!