Persönliche Blicke durch die Linse
10.02.2010 | 17:38 Uhr 2010-02-10T17:38:00+0100„Hier ist mein Zuhause und ich kenne viele nette Leute”, beschreibt Lea Zahel ihren Stadtteil. Die Gewinnerin des Fotowettbewerbs „Mein Wehringhausen” ist sich sicher, dass sie nirgendwo anders wohnen möchte. Der Jugendmigrationdienst der AWO-Hagen hatte den Wettbewerb initiiert.
Dabei fiel auf, dass es sehr verschiedene Netzwerke in diesem Stadtteil gibt. So war es anfangs gar nicht so einfach, die jungen Wehringhauser zu informieren. Nachdem sich das Projekt rum gesprochen, zogen sie mit Begeisterung auf Fotosafari durch Wehringhausen.
In vier Workshops wurde den interessierten Kindern und Jugendlichen ein Einblick in die digitale Fotografie geboten. Nach einer kurzen, theoretischen Einführung ging es dann mit der Sozialarbeiterin Anna Haußer und unserem freien Mitarbeiter Hinrich Rosenbrock nach draußen.
Egal ob im Stadtwald, auf dem Wilhelmsplatz oder in Hinterhöfen, die Teilnehmer sollten ihre ganz persönliche Sicht auf den Stadtteil durch den Sucher finden und dann festhalten.
Bewohner verleihen Stadtteil seinen Charakter
Dabei stellte sich schnell heraus, dass sich Wehringhausen neben der Architektur besonders durch eine Eigenart hervortut: seine Bewohner. Erst durch die verschiedenen Menschen, die hier auf einander treffen, wird der Stadtteil so bunt. Da gibt es Oldtimerbesitzer, Graffitikünstler oder Gärtner im eigenen Hof. All diese Menschen sorgen dafür, dass sich hinter fast jeder Ecke ein schönes Motiv versteckt. Manchmal muss man sich nur die Zeit nehmen und genauer hinsehen.
So erstaunt es auch nicht, dass die jungen Wehringhauser eine bunte und abwechselungsreiche Collage zusammengetragen haben. Dabei war jedes Bild auch ein Experiment mit dem größtenteils unbekannten Medium Fotografie. Manchmal mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon ganz genau hinschauen, um die Details aus der richtigen Perspektive zu erwischen.
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