Perfekte Tisch-Deko will wohl komponiert sein

Hagen-Mitte..  Landesspezifisch das perfekte Gericht, den perfekten Wein und die passende Deko zuzuordnen ist nicht einfach. Die Schüler des Käthe-Kollwitz-Berufskolleg haben sich bei dem diesjährigen Servicewettbewerb an die perfekte Tischgestaltung getraut.

Der vor sieben Jahren ins Leben gerufene Wettbewerb trifft auf große Begeisterung bei den Schülern. Viele hatten sich für den Wettbewerb beworben, doch nur die besten Schüler durften teilnehmen. Mehreren Aufgaben mussten sich die Restaurantbegeisterten stellen. Von der haargenauen Planung der Tischordnung für verschiedene Anlässe bis hin zum Tranchieren einer Ente musste alles perfekt sein.

Aufregung vor der Jury

Die fünf ausgewählten Teilnehmer des Servicewettbewerbs 2015 stehen vor den aufmerksamen Augen der Jury unter großem Druck. Svenja Siebert (20) aus Hagen ist Auszubildende in dem Hotel und Restaurant Dresel in Rummenohl. Mit zittrigen Händen bewegt sie Bauklötze und Spielfiguren auf einem großen Feld, das den mit Tischen und Stühlen zu bestückenden Raum darstellt.

Warum tut man sich so einen Stress an? „Das ist gut für die Vorbereitung auf meine Zwischenprüfung im März. Wenn ich diese besonders gut mache, dann kann ich meine Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzen“, so Siebert.

Als nächstes geht es an das Eindecken von Tischen. Jeder Teilnehmer hat einen Tisch, den er innerhalb von einer halben Stunde komplett bestücken muss. Dieser spiegelt die Spezialitäten eines bestimmten Landes wieder. Stefania Volf (21), Auszubildende Hotelfachfrau aus dem Hotel Arcadeon, hat Frankreich gezogen und sucht gerade die richtigen Gläser für den gewünschten Wein heraus. „Ich wollte hier mitmachen, weil es mir Spaß macht. Außerdem hoffe ich, dass es eine gute Vorbereitung ist. Man sieht dann schnell, was man gut kann und was man noch nicht kann.“

Die „Generalprobe“ vor ihrer letzten Prüfung ist wohl der Hauptanreiz für die Teilnahme an dem Wettbewerb. Jedoch wäre der Hauptpreis, eine besondere Pfanne, auch ein netter Preis für die Anstrengungen. Am Ende ging die Pfanne an Svenja Siebert und Stefania Volf vorbei. Sie belegten den vierten und zweiten Platz. Die Eindrücke haben jedoch alle weitergebracht.