„Panik vor Griechenland-Urlaub überflüssig“

Hohenlimburg..  Seit 20 Jahren lebt Dagmar Lohrenz (52) in Griechenland und zwar auf der grünen Insel Korfu. Zusammen mit ihrem Ehemann Tilemachos „Machos“ betreibt sie dort, in Kooperation mit ihren Schwiegereltern, die 45 Themenzimmer zählende Hotelanlage „Nefeli“. Zu aktuellen Lage und zur Stimmung stand die Ur-Hohenlimburgerin dieser Zeitung Rede und Antwort.


Wie zeigt sich die aktuelle Situation auf Korfu?
Dagmar Lohrenz: Heute morgen war eigentlich alles normal und ruhig auf Korfu. Mein Ehemann ,Machos’ war in der Stadt. Die Banken hatten geschlossen. Das wussten wir. Allerdings hatte eine Bank, die Alphabank, sogar geöffnet.
Wie sehen die deutschen Urlauber die Lage? Haben sich diese noch ausreichend mit Geld versorgen können oder hat das schon nicht mehr funktioniert?

Die Urlauber in unserem Haus sind alle guter Dinge. Sie haben von vorneherein mehr Bargeld mitgebracht und so herrscht keine Sorge über die Zahlungsunfähigkeit. An den Automaten in der Stadt gab es heute lange Schlangen. Inwieweit diese schnell leergezogen waren, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Wie sind die Urlauberzahlen auf Korfu? Kommen die deutschen Touristen noch – oder meiden sie die grüne Insel nach den aktuellen Schlagzeilen?
Die deutschen Urlauber trauen sich offenbar nicht nach Griechenland. Die Zahlen sind in diesem Jahr stark gesunken. Wir haben allerdings hier im Hotel viele Stammgäste und generell Griechenland-Fans, die sich von den Meldungen in der Presse nicht haben beeindrucken lassen. Alle Gäste, mit denen ich rede, sind sich einig, dass Panik und speziell die „Panik-Mache“ zu Problemen im Urlaub in Griechenland absolut überflüssig ist. Alle Gäste sind freundlich aufgenommen worden, niemand wurde beschimpft, weil er Deutscher ist. Alles läuft normal und die Gäste verbringen einen störungsfreien Urlaub unter gastfreundlichen Griechen.